So heißen sie nicht wirklich, meine beiden Kamelien (Camellia Japonica). Aber ich finde, die Namen passen zu ihnen. Ich hatte hier ja bereits angekündigt, dass sie dicke Blütenknospen tragen und es sicher nicht mehr lange dauern wird, bis sich daraus wieder wunderschöne rote und weiße Blüten entwickeln. Inzwischen ist diese Verwandlung geschehen.
Die Sommer verbringen die beiden Damen jeweils im Freien. Der Platz in unserem Garten scheint ihnen sehr zu gefallen. Ebenso zufrieden sind sie offensichtlich mit dem Winterstandort in unserem Wintergarten. Sie blühen dort nun schon seit etlichen Jahren ganz zuverlässig.
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Vor vielen Jahren hatte ich mich schon einmal an einer Kamelie versucht. Leider ist der Versuch damals kläglich gescheitert. Zu der Zeit gehörte zu unserem Haus noch kein Wintergarten. Die Kamelie musste demzufolge im Haus überwintern. Doch die warme und trockene Zimmerluft hatte ihr überhaupt nicht gefallen. Vielleicht war auch mein Daumen damals einfach noch nicht grün genug. Sie überlebte den Winter nicht.
Jahre später stand ich bei einem Einkauf erneut vor einer Kamelie. Mein Mann sah meinen sehnsüchtigen Blick und fragte, ob er mir die Kamelie schenken dürfe. Dem Angebot konnte ich nicht widerstehen. So wagte ich also meinen zweiten Versuch mit einer Kamelie. Und dieser zweite Versuch wurde zum Volltreffer. Die hübsche Lady in Red erfreut uns nun bereits seit vielen Jahren immer wieder mit ihren herrlichen roten Blüten.
Und die Kamelie mit den weißen Blüten? Ganz einsam als letzte Pflanze ihrer Art stand sie vor einigen Jahren in einem Supermarkt und wartete sehnsüchtig darauf, endlich von jemandem mitgenommen zu werden. Sie war nicht unbedingt die Schönste von ihrem Wuchs her. Figürlich kam sie eher etwas windschief und einseitig gewachsen daher. Während all ihre Schwestern nach und nach in die Einkaufswagen von Kunden wanderten, stand sie letztendlich einsam und verlassen als „hässliches Entlein“ immer noch im Vorraum des Marktes und wartete auf ihren Prinzen. Aber einer nach dem anderen ging vorbei, würdigte sie keines Blickes. Keiner wollte es haben, das Entlein, bis …. bis … wieder einmal mein Herr Silberdistel daherkam. Angezogen von den schneeweißen Blüten trat er näher heran. Das strahlende Weiß eroberte sofort sein Herz. Nach näherer Betrachtung sah er zwar, dass er eher einen kleinen Windflüchter vor sich hatte als eine stattlich gewachsene Pflanze. Aber er war gewiss, seine Gattin würde aus dem kleinen Entlein nach und nach eine ebenso hübsche Kamelie zaubern wie die, die bereits seit einigen Jahren im silberdisteligen Wintergarten ein Zuhause gefunden hatte. Und so wanderte der von allen anderen verschmähte kleine Windflüchter von einer Kamelie in seinen Einkaufswagen und danach zu ihm nach Hause.
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Und tatsächlich ist aus dem einstigen hässlichen Entlein ein hübscher weißer Schwan geworden. Unser Snow White verzaubert mit den strahlend weißen Blüten genauso wie die Schwester mit ihren roten. Und auch rein figürlich steht sie der Lady in Red inzwischen in nichts mehr nach.
Doch es blüht gleich noch mehr in unserem Wintergarten. Meine Clivie braucht nur noch wenige Tage, bis auch sie uns mit ihren superhübschen Blüten erfreuen wird. Ich bekam die Pflanze vor drei Jahren von einem Nachbarn geschenkt. Seitdem hat auch sie jedes Jahr zuverlässig geblüht.
Und einige getopfte Osterglocken geben auch alles, was sie können. Bis ihre Kollegen draußen im Garten blühen, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Bis dahin erfreuen wir uns an denen im Wintergarten.
Das frühlingshafte Wetter der letzten Tage lockte nicht nur die Blüten der unterschiedlichsten pflanzlichen Garten- und Wintergartenbewohner hervor, es lockte auch mich und unsere beiden Pelzträger immer wieder nach draußen in den Garten.
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Torty war meistens schon damit zufrieden, mir bei meinen Gartenrundgängen einfach nur zuzuschauen oder sich ein bisschen am Vogelkino zu erfreuen.
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Keks zog es aber doch regelmäßig zu etwas längeren Unternehmungen hinaus. Er inspizierte nicht nur unseren Garten, sondern auch die der Nachbarn.
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Aber Kater sind ja generell etwas unternehmungslustiger. Von seinen Unternehmungen hat Keks leider auch schon die ersten Zecken mit nach Hause gebracht. Im Garten gibt es also nicht nur die ersten hübschen Frühblüher zu sehen, nein, dort lauern auch schon kleine gefährliche Blutsauger.
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Aber wir haben beschlossen, uns die neue Gartensaison nicht durch kleine gemeine Zecken verderben zu lassen.
Lasst auch Ihr Euch durch niemanden und nichts den Spaß verderben. Habt ein schönes Wochenende ❤️😺😸









































































































































































































































