Technologe 213
Technologe 213
213. Folge
technologe
Mitteilungen des Verbandes der Technologinnen und Technologen
ECER 2012
European
Conference on
Educational Robotics
Standardisierte
Reife- und
Diplomprüfung (2)
I am [Link] –
Jahreszeiten
Sponsoring
by FESTO
Diplomprojekte
– e-cliptic Advanced
– Windsack-Kraftwerk
Marktüberwachung
am Beispiel
Trittschalldämmstoff
technologe
2
technologe
Die Schule der Technik
Editorial 2 / 2012
Roboter-Spektakel im Exnersaal
ständig lösen soll, d. h. ohne direkte äußere Einflüsse (z. B.
Wenn sich jemand im Zeitraum von 25. bis 28. April in durch eine Fernbedienung). Das Konstruktions-Set besteht
den Exnersaal des TGM verirrt hat, gab es mit Sicherheit größtenteils aus Lego Technik, speziellen Metallteilen und
einige Fragezeichen: Einige Schüler sitzen an Tischen und einer Sammlung aus Sensoren, Motoren und Servos. Für die
arbeiten mit Lego-Robotern, andere stehen an eigenartigen Programmierung steht eigens eine Entwicklungsumgebung
Tischen und lassen ihre Roboter dort selbstständig Aufga- zur Verfügung, in der man sich für die Programmiersprache
ben verrichten, und in regelmäßigen Abständen ertönt ein C oder Java entscheiden kann. Unter anderem fördert das
Gong. Die Rede ist von den Open Practice Tables, was jeden Botball-Programm die Teamfähigkeit, Social Skills und vor
Vormittag stattfindet und wobei die Schüler die Möglichkeit allem die technischen Fertigkeiten der Teilnehmer und soll
haben, an ihren Robotern zu arbeiten und sie in der Praxis für einen späteren Einstieg in einen Technik-Beruf fit machen.
auszuprobieren. Der Wettkampf wird üblicherweise auf einem quadratischen
Tisch ausgetragen, der nach einem speziellen Thema gestal-
25. April – Erster Tag tet wurde und in bestimmter Art und Weise von den Robotern
Educational Robotics bearbeitet werden soll (z. B. Transportieren von Bällen, Sta-
Wir befinden uns zu Beginn des ersten Tages auf der peln von Würfeln etc.).
uropean Conference on Educational Robotics, kurz ECER,
E Nach den Open Practice Tables folgte eine kurze Will-
die nach dem amerikanischen Vorbild, der Global Conference kommensrede von Organisator Dipl.-Ing.(FH) Mag. Gottfried
on Educational Robotics (GCER) dieses Jahr das erste Mal in Koppensteiner mit anschließender Entlassung in die Mittags-
Europa ausgerichtet wurde. Die Konferenz basiert auf dem pause, die die meisten Teilnehmer in der hauseigenen Mensa
aus den USA stammenden Botball Educational Robotics verbrachten. Doch diese war nur knapp bemessen, denn der
Program des Kiss Institute for Practical Robotics (KIPR). enge Zeitplan sah schon bald die nächste Aktivität vor: eine
Das Ziel dieses Programms ist es, Kinder und Jugendliche der beiden Breakout Sessions. Dabei können Teilnehmer,
für Technik zu begeistern, indem sie selbstständig in Teams die vor der Konferenz ein Paper geschrieben und eingereicht
autonome Roboter bauen und programmieren, mit denen haben, dieses im Rahmen eines 10-minütigen Vortrags vor
sie dann an Wettkämpfen teilnehmen können. Autonom be- versammeltem Publikum präsentieren. Die gesamte Konfe-
deutet in diesem Fall, dass der Roboter die Aufgaben selbst- renz fand aufgrund der Konformität mit dem aus den USA
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213. Folge Die Schule der Technik
Gästen und Teilnehmern in englischer Sprache statt. Das Industrieroboter der Marke Kuka vor. Besonderheit an diesem
verbessert natürlich die Englischkenntnisse der deutschspra- 300 Kilogramm schweren Roboterarm ist, dass er nicht wie
chigen Teilnehmer und ermöglicht es, Erfahrung und Übung
im Präsentieren vor größerem Publikum zu sammeln. Die Prä-
sentationen vermittelten den Eindruck, dass sich die Autoren
sehr engagiert mit ihrem Thema auseinandergesetzt haben
und der Spaß auch nicht zu kurz gekommen ist. Die Themen
waren sehr unterschiedlich: Sie reichten von Involvierung von
Robotik in der Ausbildung, über Programmierumgebungen,
die es erleichtern sollen, Roboter zu programmieren, bis hin
zu möglichst eleganten und effizienten Lösungen der diesjäh-
rigen Wettbewerbsaufgabe.
Was die Roboter tun müssen
Die zu lösenden Aufgaben des diesjährigen Wettbewerbs
sind sehr unterschiedlich und erfordern verschiedenste Ansät-
ze. Der Wettkampftisch besteht aus zwei gegenüberliegenden
Bereichen, die identisch und jeweils für ein Team gedacht
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Die Schule der Technik 2 / 2012
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213. Folge Die Schule der Technik
punkt für diesen Tag begann: die Opening Reception. Hier als auch einige Punkte zu ihrer Organisation und ihrem
waren alle Teilnehmer der Konferenz zu Speis und Trank Teamwork erläutern. Diese Gespräche wurden bewertet
eingeladen und konnten in gemütlichen Rahmen erste Erfah- und flossen in die Dokumentationswertung ein. Ein Großteil
rungen austauschen. Der Hunger ist groß, die Stimmung beim dieser Wertung musste aber schon während der intensiven
Anblick der angerichteten Speisen dementsprechend gut, und Vorbereitung auf die Konferenz erbracht werden. Im Online-
der Tag klingt für die Teilnehmer angenehm aus. Aber nicht System der Konferenz waren diesbezüglich in regelmäßigen
so für die Organisatoren und Helfer – sie arbeiteten noch bis Abständen bestimmte Dokumentationsaufgaben abzugeben,
in die Nacht hinein, um Vorbereitungen für die nachfolgenden die sich größtenteils um die Entwürfe der Roboter gedreht ha-
Wettkampfrunden zu treffen. Unter anderem wurden zwei Ka- ben. Mit der zusätzlichen Abgabe von Papers für die Breakout
meras und Videowalls bei den Tischen aufgestellt, die es für Sessions hatten die Teilnehmer schon einiges an Vorarbeit zu
Zuschauer ermöglichten, das Geschehen auf den Tischen live leisten. Unter den 17 teilnehmenden Teams kamen 16 aus
zu verfolgen. Zum Organisationsteam zählten neben General Schulen der näheren Region (Wien und Niederösterreich),
Chair Gottfried Koppensteiner auch noch Technical Program insbesondere höhere technische Lehranstalten wie das TGM,
Committee Chair Christoph Krofitsch (ITS11B) und Tutorial HTL Wiener Neustadt und HTL Donaustadt. Sogar ein reines
and Workshops Chair Reinhard Grabler (ITI10B), beide Ab- Mädchenteam aus der BAKIP21, einer Kindergartenschule,
solventen des TGM und nun Studenten an der Technischen hat sich die Teilnahme zugetraut, was insbesondere den
Universität Wien. Das Team war sowohl für die aufwändige Geist des Botball-Programms unterstreicht, mehr Mädchen
Vorbereitung als auch für den reibungslosen Ablauf an der für Technik zu begeistern. Klares Highlight unter den Teams
Konferenz verantwortlich. Hochrangige Unterstützung ist war aber das Mädchenteam aus den USA. Sie haben einer-
auch direkt von KIPR aus Amerika gekommen: Dr. David seits durch ihr Exotendasein und andererseits mit ihren gut
Miller, seines Zeichens einer der Mitgründer von Botball, und durchdachten Lösungen für die Wettbewerbsaufgabe großes
Steve Goodgame, Executive Director von KIPR, halfen bei der Aufsehen erregt.
Durchführung und waren Juroren. Let The Games Begin
26. April – Zweiter Tag Nach der Mittagspause ist nun das erste von den Teams
Der zweite Tag der ECER begann wie üblich mit den Open heiß ersehnte Event an der Reihe: die Seeding Rounds für
Practice Tables, in der die Teams nacheinander aufgerufen das Botball Tournament. Auch hier wurden alle Teams nach-
werden, um auf den Wettkampftischen zu üben. Die Koor- einander aufgerufen, jedoch mit verschärften Bedingungen:
dination in dieser Phase übernahm jeden Tag Reinhard, der sollte ein Team nicht anwesend sein, wird die Runde mit null
auch für angenehme Musik und fairen Ablauf an den Tischen Punkten gewertet. An jedem Tisch standen Juroren, die für
sorgte. Insgesamt standen zwei vollwertige Wettkampftische den korrekten und fairen Ablauf sorgten. Die Teams hatten
zur Verfügung, jeweils in der linken und rechten hinteren nur beschränkte Zeit, ihre Roboter auf dem Spielfeld richtig
Ecke des Exnersaals. Außerhalb wurde ein zusätzlicher Tisch zu platzieren und vorzubereiten, für Zeitverzögerungen besaß
aufgebaut, der frei zum Ausprobieren zur Verfügung stand. jedes Team eine sogenannte Timeout-Card, die dem Team
Bei jedem Aufruf wurde die Aufmerksamkeit mittels Gong- einmalig zusätzliche fünf Minuten gab. Nach kurzer Vorberei-
Geräusch auf den vorne befindlichen Infoscreen gelenkt, der tungszeit ging es auch schon los: Jetzt geht es darum, alleine
an dieser Stelle den Namen und die Nummer des nächsten am Tisch so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Für viele
Teams gezeigt hat. Wenn der nächste Wettkampftisch frei Teams begannen die Seeding Rounds schleppend – 0 Punkte
wurde, hatte das Team 5 Minuten Übungszeit, bevor sie den in der ersten Runde. Doch sie gaben nicht auf, verbesserten
Tisch wieder verlassen mussten. ihre Roboter in den Zwischenzeiten stetig, um noch wertvolle
Der Weg der teilnehmenden Teams Punkte zu holen. Während Gottfried Herr über das Mikro war
und Runden kommentierte, Ergebnisse bekannt gab und das
Während diesen Open Practice Tables wurden einige
Publikum animierte, übernahm Christoph die Koordination
Teams zu einem speziellen Gespräch mit einer fachkundigen
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Die Schule der Technik 2 / 2012
ELMAYER
Anmeldung schon im
Mai, Juni, September
und Oktober zu den
Herbsttanzkursen
90 ¤
Für TGM-Schüler
statt 350 ¤ nur
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213. Folge Die Schule der Technik
sphäre hatte sich deutlich verändert: Zwar war es sehr heiß Gottfried die Moderation und Christoph die Koordination und
aufgrund der geschlossenen Jalousien (für faire Lichtbedin- Musik. Nach etwas Zeit der Vorbereitung erklang schon der
gungen), doch die entstandene Stimmung konnte damit ohne Gong und die erste Paarung wurde aufgerufen. Mit diesem
Probleme mithalten. Sieger der Seeding Rounds war Team Moment war das Botball-Feuer bei den Teams und Zuschau-
Puzzles von der HTL Wiener Neustadt mit großartigen 232,5 ern entfacht – ständige Stauung bei den Wettkampftischen
Punkten, gefolgt vom Team HTL Donaustadt und A MazeIng. und zahlreiche Anfeuerungsrufe folgten. Schon bald zeigte
Das amerikanische Team Desert Robotics konnte ihrer Fa- sich, dass sich die Favoriten absetzten, aber auch andere
voritenrolle nicht gerecht werden und belegte den neunten Teams überraschten. So musste Desert Robotics frühzeitig
Platz. Bestes Team aus dem TGM war Wall-E aus der 2AHIT eine Niederlage hinnehmen, machten es aber danach besser
auf Platz vier. und kämpften sich bis zu einem der vier Finalplätze vor. Eine
Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es sofort mit Überraschung war das Team Robowarriors aus dem TGM, die
den geplanten Vorträgen weiter. Den Anfang machte Chri- ihre Taktik aus den weniger erfolgreichen Seeding Rounds
stoph Strasser, Gewinner des RAAM (Race Across America) völlig umstellte und sich ebenfalls einen Finalplatz mit einer
2011, dem längsten Radrennen der Welt, dessen Vortrag Niederlage sichern konnte. Puzzles und HTL Donaustadt, die
größtenteils aus Berichten und Motivationsreden bestand. Erst- und Zweitplatzierten aus den Seeding Rounds konnten
Der Vortrag hat aber vermutlich Wirkung gezeigt, denn die sich ohne eine einzige Niederlage für die Finalrunden quali-
Motivation der Teams war bis zum Schluss in hohem Maß fizieren.
vorhanden. Der zweite Vortrag war eine Participant Speech Den Aufschwung von den Double Elimination Rounds
einer TGM-Schülergruppe, die ihr aktuelles Diplomprojekt konnte noch das nächste Event nutzen, die Disbotics Open
„[Link]“ vorstellte. Das Projekt besteht aus einer GPS- Finals. Da nur ein Team den Wettbewerb bestritt, durfte es
basierten Steuerung des [Link] von Parrot mit Hinder- zweimal hintereinander antreten, wobei der bessere Versuch
niserkennung in Echtzeit. Den Vortrag krönte noch eine zählte. Doch das Pech hat sie nicht verlassen – sie schafften
Life-Vorführung der Drone. Die abschließenden zwei span- die Aufgabe leider nicht erfolgreich.
nenden Vorträge handelten von Objekterkennung für Roboter Den Tag rundeten wieder ein paar hochkarätige Vorträge
im Heimbereich und wurden von Dr. Markus Vincze von der ab. Den Beginn machte eine Participant Speech von dem
Technischen Universität Wien und Dr. Jim Little, Professor an im Wettkampf führenden Team Puzzles. Sie entwickeln eine
der University of British Columbia, gehalten. objektorientierte Programmierumgebung für Roboter, die den
Team Dessert Robotics aus den USA – Team Roboworriors aus der HEL vom TGM –
Sieger Double Elimination bestes TGM-Team Platz 4
27. April – Dritter Tag Lernprozess unterstützt und die Programmierung im Allge-
Es ist Halbzeit, der dritte Tag beginnt und die Teams meinen einfacher gestalten soll. Sie konnten kritische Fragen
zeigen nicht annähernd Ermüdungserscheinungen. Der Tag geschickt beantworten und machten einen professionellen
startete mit den üblichen Open Practice Tables, in der sich Eindruck. Den nächsten Vortrag hielt Dr. Astrid Weiss von
die Teams diesmal darauf konzentrierten, eine gute Double- der Uni Salzburg über die Roboter-Mensch-Interaktion und
Elimination-Taktik zu entwickeln und zu testen. Doch zuerst im Zuge dessen auftretende Probleme und deren Lösungen.
mussten noch einige Teams ihre On-Site Presentation hinter Ein überaus interessanter und inspirierender Vortrag, der
sich bringen und in der zweiten Breakout Session ihre Paper auch vielversprechende Ausblicke in eine mögliche Zukunft
präsentieren. Augenmerk für diese Breakout Session war mit Robotern gewährte. Den Abschluss machte Dr. Lukas
„Women in Technology“, also die Erfahrungen von Mädchen Silberbauer, Geschäftsführer der Taurob OG, die Roboter zum
in Botball bzw. allgemein in der Technik. Es waren einige sehr Einsatz bei der Feuerwehr entwickelt. Sein Vortrag handelte
amüsante und motivierende Vorträge mit interessanten An- von den zehn bedeutendsten Aspekten und Erfahrungen in
sichten wie beispielsweise Verhaltensunterschiede zwischen der Roboterentwicklung. Ein sehr praxisnaher Vortrag, der die
weiblichen und männlichen Teammitgliedern. üblichen Stolpersteine aufzeigte, verpasste vielen Zuhörern
Eliminationsrunden ein leichtes Déjà-vu-Erlebnis.
Nun ist Zeit für die Double Elimination Rounds des Bot- 28. April – Letzter Tag
ball Tournament gekommen. Die Paarungen wurden anhand Der vierte und entscheidende Tag der Konferenz beginnt.
der Ergebnisse der Seeding Rounds bestimmt, wobei ein Die Open Practice Tables laufen wie üblich ab, wobei
Team, das zwei Duelle verloren hat, ausgeschieden war. aber vermehrt Anfragen auf zusätzliche Übungszeit gestellt
Für das Finale waren vier Plätze frei. Wie üblich übernahm wurden – vermutlich von nervösen Teams. Für die aus den
Double Elimination Rounds ausgeschiedenen Teams wurden
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Die Schule der Technik 2 / 2012
Robowarriors und HTL Donaustadt über Puzzles. HTL Wiener halten. Das Rennen machte das Team Puzzles von HTL Wie-
Neustadt hat sich somit für die letzte Finalrunde qualifiziert
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213. Folge Die Schule der Technik
Siegerteams aus der Alliance – Overall Winner Team Puzzles (HTL Wr. Neustadt) mit Support:
Team A MazeIng aus der HTL Wr. Neustadt (links) Vize-Rektorin der TU Wien, Mag. Anna Steiger
(Foto: Matthias Heisler, WIT-Projekt TU Wien) (Foto: Matthias Heisler, WIT-Projekt TU Wien)
ner Neustadt, gefolgt von HTL Donaustadt und A MazeIng. einem patriotischen Touch abgeschlossen. Im Anschluss
Summa summarum hat jedes Team zumindest einen Preis wurde noch in angenehmer Atmosphäre geplaudert, Kon-
für einen Aspekt ihrer Arbeit, der besonders herausgestochen taktdaten ausgetauscht und über eine mögliche ECER 2013
ist, erhalten. spekuliert. Die Vorfreude darauf dürfte aber auf jeden Fall
Mit diversen Dankesreden und der österreichischen und schon jetzt vorhanden sein.
amerikanischen Nationalhymne wurde die Konferenz mit Christoph Krofitsch
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Die Schule der Technik
Gottfried Koppensteiner 2 / 2012
disassembly-robotics/
e. p ro
oFi r
.N
www
Kurse und Seminare nach den Richtlinien der TRVB O117
Grundausbildung
Modul 1: Brandschutzwart
Modul 2: Brandschutzbeauftragter
Modul 3: Brandschutzgruppe
Erweiterte Ausbildung
Brandmeldeanlage
Sprinkler- bzw. EAL-Anlagen
C
MY
Gaslöschanlagen
CY
CMY
Finanziert wurde dies zum Teil durch das Forschungspro- Brandschutzpläne, Fluchtwegspläne
jekt DISBOTICS, das Koll. Koppensteiner als Projektleiter an
der TU Wien in Kooperation mit Schülern des TGM durch- Brandschutzmanagement
führt (Link siehe oben … sparklingscience ...). Dabei geht es
um die Entwicklung einer verteilten intelligenten Steuerungs-
struktur, die es mobilen Robotern erlaubt, völlig autonom Zertifizierungslehrgänge
und in Kooperation mit anderen mobilen Robotern Bausätze
aus LEGO-Duplo zu zerlegen. Die Idee ist die autonome Dis NoFire Brandschutz GmbH, office@[Link]
assemblierung von Bauteilen zur Rohstoff-Rückgewinnung, 1050 Wien, Siebenbrunnengasse 21, Tel: +43 1 545 33 14
basierend auf mobilen Robotern.
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technologe
213. Folge Inside the Team Die Schule der Technik
Mercedes-Benz
Eugen R. Dietrich & Co. Jägerstraße 68–70
Mercedes-Benz A-1200 Wien
Vertragswerkstätte Telefon 01/330 84 74-0
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technologe
Die Schule der Technik
Festo unterstützt TGM Wien 2 / 2012
Moderne Technik
für modernen Technikunterricht
Moderne Technik im Unterricht kann die Qualität heben, denn sie bietet engagierten
Lehrerinnen und Lehrern viele Möglichkeiten, Jugendliche auch medial zu begeistern.
FESTO ist bereits seit langer Zeit professionell im Schulungsbereich tätig und
weiß um die Bedeutung moderner Ausbildungsgestaltung.
Dank der Unterstützung durch Festo Didactic wurde die Ausrüstung zweier Lehrsäle
mit Smart-Boards möglich – in Zeiten knapper Budgets ein Innovationsschub
für das TGM.
Tradition ist gut, Innovation macht sie noch besser – un- TGM und Festo werden weiterhin intensiv zusammenarbeiten,
ter diesem Motto unterstützt der Automatisierungsspezialist wenn es darum geht, die österreichische Jugend schon früh in
Festo ([Link]) die für ihre Ausbildung und Tradition ihrer Schulausbildung für Technik zu begeistern.
bekannte Höhere Technische Lehranstalt TGM in Wien (www. Das erfolgreiche Volksschulprojekt Leonardino (www.
[Link]). Festo stattete zwei Lehrsäle mit neuen Multime- [Link]) wird heuer erstmals von „Air-Checkern“-
dia-Tafeln aus. Bei der feierlichen Übergabe Mitte Mai konn- SchülerInnen des TGM – begleitet. Die Air-Checker entlasten
ten sich Ing. Wolfgang Keiner (N71b), Geschäftsführer Festo die Volksschullehrerinnen beim Experimentierunterricht und
Österreich, und Ing. Hermann Studnitzka (E74), Leitung dienen den VolksschülerInnen als Vorbild, indem sie ihre ei-
Festo Didactic, von den Möglichkeiten der neuen Lehrbehelfe gene Freude an der Technik an die Kids weitergeben. „Diese
überzeugen, die von Prof. Martin Justh im Unterrichtseinsatz erfolgreiche Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut“, darin
überzeugend vorgeführt wurden. sind sich Ing. Wolfgang Keiner und der TGM-
Einer der nun aufgerüsteten Säle dient für den Theorie Direktor, HR DI Karl Reischer, einig, denn
unterricht in der Abteilung Elektrotechnik, während der an- die Unterstützung durch die Wirtschaft ist
dere im Werkstättenbereich für die Vermittlung von Automati- heute ein wichtiger Faktor für ein modernes
sierungsinhalten herangezogen wird. Der Technologenverband berufsbildendes Schulwesen.
– die Absolventenorganisation des TGM – freut sich, diese
o
Initiative von Festo unterstützend begleitet zu haben. Das
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technologe
213. Folge Die standardisierte Reife- und Die Schule der Technik
sitätsstudium. Als wichtige Konsequenz dieser Ausgangssitu- Kompetenzorientierung soll sicherstellen, dass es einen Maß-
ation ergibt sich, dass bei der Zentralisierung der Matura bei stab gibt, mit dem man genauer als bisher festlegen kann,
Schlüsselqualifikationen wie Schreibkompetenz ein gleiches welche Ziele man im Unterricht erreichen will. Kompetenzen
Niveau von AbsolventInnen der Allgemeinbildenden und der sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die SchülerInnen
Berufsbildenden Schulen sichergestellt werden soll. erworben haben sollen.
Bei der neuen schriftlichen Reifeprüfung Deutsch werden
Das Gesamtkonzept Lesekompetenzen und Schreibkompetenzen überprüft.
der Reife- und Diplomprüfung BHS Das vorgesehene Format sieht folgendermaßen aus
Man muss, gerade um das Konzept der Deutsch-Matura o 3 Themenpakete zur freien Auswahl für alle Kandida-
besser verstehen zu können, das Gesamtkonzept der Reife- tInnen der AHS und BHS.
und Diplomprüfung für die BHS kennen. Es geht wie bisher o Jedes Paket besteht aus 2 Aufgabenstellungen, die
von einer dreiteiligen Architektur aus, bestehend aus Diplom- beide erfüllt werden müssen.
arbeit, schriftlichen Klausuren und mündlichen Prüfungen. o Jede Aufgabenstellung enthält eine Textgrundlage.
Die KandidatInnen können zwischen 3 bzw. 4 Klausuren und o Die KandidatInnen haben einen klaren Schreibauftrag,
3 bzw. 2 mündlichen Prüfungen wählen. der eine von 9 möglichen Textsorten verlangt.
Die Klausur in der Unterrichtssprache, in den meisten o Eines der Themenpakete muss eine literarische Aufga-
Fällen Deutsch, ist für alle BHS Sparten verpflichtend, außer be sein.
für die HTL, hier können die KandidatInnen zwischen Eng- o Die 5-stündige Klausur findet an einem gemeinsamen
Termin für alle Schultypen statt.
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technologe
Die Schule der Technik 2 / 2012
nach einem vorgegebenen Beurteilungsraster vorge- ganzen Team evaluiert, sondern auch von SchülerInnen ge-
nommen, der vier Dimensionen unterscheidet, nämlich testet.
Inhalt, Textstruktur, Stil und Sprachrichtigkeit. Die Beurteilung dürfte für die SchülerInnen transparenter
o Bei negativer Beurteilung wird auf Wunsch der Kan- und insofern fairer werden. Die Breite der Aufgabenstellungen
didatInnen eine sogenannte Kompensationsprüfung wird zunehmen, Textsorten wie z. B. Offener Brief, Kommen-
mit erneut zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen tar oder Rede werden neben der klassischen Erörterung ihren
durchgeführt. Platz finden und letztlich wird auf Lesekompetenz ungleich
Die Themen und Aufgabenstellungen werden von Exper- mehr Wert gelegt.
tInnen des BIFIE unter wissenschaftlicher Begleitung erstellt Eine weitere vermutete Konsequenz: In gewissem Sinne
und durch Testungen an SchülerInnen vorweg approbiert. wird sich die Beziehung zwischen Lehrkräften und Schüle-
Im Schuljahr 2014/15 ist die flächendeckende Umset- rInnen verändern. Die Lehrkräfte werden tendenziell Coaches,
zung dieses Konzepts für die BHS vorgesehen, davor werden die den KandidatInnen helfen, sich optimal auf die Prüfung
aber an diversen Versuchsschulen Probeläufe durchgeführt. vorzubereiten.
Es wäre allerdings blauäugig zu erwarten, dass eine
Welche Chancen, welche Risiken Maßnahme wie die Zentralisierung der Reifeprüfung nur Vor-
liegen in diesem neuen Konzept? teile hätte. Die KlassenlehrerInnen können nun nicht mehr
Jede Neuerung und Veränderung im System bringt zu- punktgenau auf die speziellen Fähigkeiten der SchülerInnen
nächst einmal große Unruhe und Verunsicherung. Die zeitlich ihrer Klasse eingehen, die Gefahr des „teaching to the test“
engen Vorgaben für die Umsetzung überdecken oftmals das ist durchaus gegeben. Außerdem sind bestimmte Aufgaben-
Bedürfnis nach gründlicher Information und Diskussion, da- stellungen bei der Matura nicht mehr möglich, wie z. B. Werk-
her sind systematische LehrerInnenfortbildung und größtmög- besprechungen bei literarischen Themen, weil es keinen ver-
liche Transparenz unerlässlich. bindlichen Kanon von Werken gibt. Anderseits entspricht das
Dabei sollen aber die Chancen, die uns das neue System neue Format besser der Grundidee, nicht angelerntes Wissen
bietet, nicht übersehen werden: zu reproduzieren, sondern gelernte Fähigkeiten anzuwenden.
Die Prüfungsaufgaben werden nicht besser sein als die Der Schlüssel für den Erfolg der neuen Reifeprüfung liegt
Aufgaben, die etliche Lehrkräfte jetzt schon stellen. Aber sie allerdings gar nicht bei der Arbeitsgruppe Deutsch, sondern
werden nun zum Standard für alle SchülerInnen. Die Aufga- bei den Lehrkräften selbst – bei ihrem Enthusiasmus, sich für
ben werden, bevor sie als Maturathemen gegeben werden, ihre SchülerInnen einzusetzen und sie – wie bisher – optimal
auf ihre Qualität und ihre Machbarkeit nicht nur von einem für die Reifeprüfung vorzubereiten.
Gabriele Steiner
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213. Folge I am [Link] – Jahreszeiten Die Schule der Technik
Schüler-Lehrer-Staffelmarathon
Zum bereits vierten Mal nahmen aus Schülern und
Lehrern gebildete Teams am Staffelbewerb des Vienna City
Marathon teil.
Wie schon in den letzten Jahren beeindruckten Teams
aus der HTL Hallein mit sehr guten Zeiten und stellten neben
dem siegreichen Team (2:51) auch jene auf den Rängen drei,
fünf und acht.
AV DI Thomas Deiniger und sein Team belegten als bestes
Team des TGM mit einer Zeit von 3:18 Stunden den vierten
Rang in unserer Wertung von 52 Teams aus zehn Schulen.
Am 14. April 2013 laufen hoffentlich wieder viele Schüler
und Lehrer unter dem Motto:
„Gemeinsam ins Ziel.“ o
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RZ_Inserat_180x256 1/2012_Layout 1 24.05.12 10:38 Seite 1
Die Schule der Technik 2 / 2012
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technologe
213. Folge Die Schule der Technik
„Töchterpower“ am TGM
Bereits zum 3. Mal öffnete am 26. April 2012 das TGM helfenden Händen. Entsprechend wurde er von den Besuche-
Tür und Tor und lud zum Wiener Töchtertag ein. Zirka 20 rinnen mit „Sehr gut“ beurteilt.
Mädchen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren nutzten an Hinterfragt man in den Klassen, warum sich einige Schü-
diesem Tag die Gelegenheit, neue Perspektiven in der Berufs- lerinnen für das TGM entschieden haben, so erfährt man,
welt zu erlangen. In unterschiedlichen Workshops konnten dass der Töchtertag dafür ausschlaggebend war.
unsere Besucherinnen handwerkliches Geschick unter Beweis Derartige Veranstaltungen haben großen Einfluss auf den
stellen, PCs zusammenbauen, im Chemielabor experimentie- Berufswahlprozess und sind häufig wichtige Wegweiser zum
ren und kreativ mit Kunststoffen gestalten. Thema Lebensplanung und Berufsentscheidung junger Mäd-
Beim gemeinsamen Businessfrühstück, gesponsert von chen.
der Bäckerei Ströck, fand reger Informationsaustausch zwi- An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön der Firma
schen unseren Gästen und unseren Schülerinnen und Schü- Ströck für die großzügige Unterstützung, den Schülerinnen
lern statt. und Schülern der 2AHWE und 3BHWE für die hervorragende
„Steil nach oben“ ging es in der Mittagspause, wo dank Planung und Durchführung des Töchtertages und allen Kol-
des herrlichen Frühlingswetters am Dach des TGM „gechillt“ leginnen und Kollegen, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen,
werden konnte. die immer wieder mit großem Selbstverständnis „Part of the
Dieser Tag erforderte auch diesmal wieder sehr viel Enga- Project“ sind.
gement und Vorleistung von vielen beteiligten Personen und Gabriele Pauliny
Koordinatorin Töchtertag
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Die Schule der Technik
Die TGM-Werkstätten 2 / 2012
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213. Folge Technisch-kulturelle Exkursion der Die Schule der Technik
Teynkirche
[Link] Events
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Die Schule der Technik 2 / 2012
handelte sich um Vysehrad, die schon im 10. Jahrhundert tung, in der zeitweise über 50.000 Menschen gelebt hatten,
von den Premyslidenherrschern gegründet wurde und damit von denen viele nach Auschwitz deportiert wurden.
fast so alt wie die ersten Gebäude des Hradschin ist. Dort Nun war das Ende unserer Reise gekommen, und wir
waren vor allem die gotische St.-Peter-und-Paul-Kirche mit machten uns wieder auf den Weg nach Erdberg, wo unsere
ihren beeindruckenden Glasfenstern und der Friedhof, auf Reise am Montag begonnen hatte.
dem sich die Gräber von Smetana, Antonin Dvorak und Jan Schülerinnen und Schüler
Neruda befinden, für uns interessant. Weiters sahen wir,
4BHWIL
leider nur von außen, die St.-Martins-Rotunde und die St.-
Laurentius-Basilika.
Anschließend besuchten wir den neuen jüdischen Fried-
hof, der seit dem Jahre 1891 benutzt wird. Hier interessierte
uns vor allem Kafkas Grab und wir stellten fest, wie sehr sich
Wir vertreten die Interessen
die Grabsteine dem Geschmack der Zeit anpassen. Endlich der Kunststoffverarbeiter
wurde es sonnig, und so nutzten wir die Gunst der Stunde
und erklommen nach der Besichtigung und Besprechung der VEREINIGUNG ÖSTERREICHISCHER
Figuren der Karlsbrücke den Altstädter Brückenturm. KUNSTSTOFFVERARBEITER
Am Freitag überschritten wir bei strahlendem Sonnen-
schein wieder die Karlsbrücke und gingen zur katholischen
Nikolauskirche auf der Kleinseite. In dieser barocken Kirche Vertretung der Interessen in Fachausschüssen,
Fachverbänden, Gremien und Innungen
erfuhren wir einiges über Fresken und konnten den Blick auf
ein besonders schönes Exemplar dieser Gattung von der Em- Fachvorträge, Seminare, Exkursio- Aktive Förderung des Ausbildungs-
pore aus genießen. nen zur Information über die neue- wesens zur Sicherung eines qualita-
sten Entwicklungen und Tendenzen tiv hochwertigen Nachwuchses an
Anschließend stand die Kirche Marie vom Siege auf dem auf dem Kunststoffgebiet Kunststofftechnikern
Programm. Hier sahen wir das Prager Jesukind und besichti-
gten verschiedene Kleider, von denen eines sogar von Maria
Theresia persönlich genäht worden war.
Vorstand: KommR Gerhard Brunnthaler, Walter Dresel, Uwe Dröszler, Prof. DI Helmut Elmecker,
[Link]. DI Dr. Walter Friesenbichler, Ing. Ernst Jakel, DI Dr. Dietmar Loidl,
Ing. Peter Röhrig, Mag. Kerstin Sochor, Ing. Martin Traxler
Beirat: Ehrenpräsident und Vorsitzender: Senator h.c. Prof. KommR Dr. Ernst Pöcksteiner
Loretto Heiligtum
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213. Folge Eine kurze Reise Die Schule der Technik
in der Kunststoffwelt
Voller Erwartung wurden wir dort um 13 Uhr mit einem
Am 15. Mai 2012 unternahmen wir, die dritten Jahrgän- leckeren Schnitzelsemmel-Buffet empfangen. Anschließend
ge der Abteilung Werkstoffingenieurwesen, eine Exkursion bekamen wir eine interessante Präsentation, die über die
in den Raum Linz zur Besichtigung von zwei weltweit agie- Arbeit in der Kunststoffindustrie handelte und uns einen Ein-
renden Kunststoffunternehmen. Begleitet wurden wir von blick in die Projekte der Firma AGRU gab.
Abteilungsvorstand DI Helmut Elmecker und Prof. Dr. Thomas Schließlich folgte darauf eine Führung durch das gesamte
Kratochvilla. Werksgelände. Darunter entpuppten sich die Qualitätsprü-
In Linz angekommen besichtigten wir als erstes das For- fungs-Labore und Rohrextrusionsanlagen (auch für Rohr-
schungs- und Entwicklungszentrum der Firma Borealis. außendurchmesser bis über 2 m) als besonders interessant
Zuerst wurden uns die Sicherheitsrichtlinien näherge- (Bild 2).
bracht und anschließend bekamen wir eine Schutzjacke und
eine Schutzbrille, um die diversen Labors des Unternehmens
besichtigen zu dürfen. Im Unternehmen sahen wir alles aus
der Welt der Werkstoffforschung und Entwicklung. Dies be-
gann von Laborpolymerisationsanlagen über die Kunststoff-
verarbeitung bis hin zur Prüftechnik. All dies dient nur dem
Zweck, die Polyolefine (Polyethylen und Polypropylen) stets
weiter und kundenspezifisch zu entwickeln (Bild 1).
im Verbandsbüro erhältlich.
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Technologisches Gewerbemuseum SPORTFES
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technologe
Die Schule der Technik
Exner lebt! 2 / 2012
[Link]
Wir gratulieren
VL Ing. Andreas Dvorak, BSc (E 90)
und Mag. Eva Dvorak (KETN 05) 65 Jahre Austria Gütezeichen
zur Geburt
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Nur jene Produkte und Dienstleistungen, die die strengen Anforderungen der jeweiligen
Güterichtlinie erfüllen und dies durch ständige Güteüberwachung von unabhängigen,
ihres Sohnes Jacob staatlich anerkannten Prüfstellen nachweisen, dürfen die Austria Gütezeichen führen.
am 12. Mai 2012
ÖQA
Österreichische Arbeitsgemeinschaft
zur Förderung der Qualität
Die ÖQA Zertifizierungs-GmbH ist ein Tochterunternehmen
Gonzagagasse 1/27, 1010 Wien, Austria der ÖQA – Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur
Tel.: (+43 1) 535 37 48, E-Mail: oeqa@[Link] Förderung der Qualität und vom BMWFJ akkreditiert.
Der technologe präsentiert auf diesen Seiten jeweils zwei bis drei
interessante Diplomprojekte des Jahrgangs 2011/2012, bis der nächste
Jahrgang seine technische Leistungsfähigkeit mit gelungenen Diplomarbeiten
unter Beweis gestellt hat. Wir wollen so die Vielfalt und Innovationskraft
in den Diplomprojekten unserer Jungtechnologen aufzeigen.
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technologe
2011/2012 DIPLOMPROJEKTE
2011/2012 DIPLOMPROJEKTE 2011/2012
Die Schule der Technik
2011/2012 DIPLOMPROJEKTE
DIPLOMPROJEKTE
2 / 2012
RECHNUNGSWESEN STEUERBERATUNG
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technologe
213. Folge Werkstätte Erneuerbare Energien Die Schule der Technik
Es wurden 4 Übungsplätze mit speicherprogrammierbaren umgekehrt vom Handy über SMS Verbraucher ein- bzw. aus-
Steuerungen errichtet, um praxisnah Anwendungen aus der schalten zu können.
Industrie unseren Schülern vermitteln zu können. Dank des Technologenverbandes kann das TGM einmal
Ein wesentlicher Bestandteil sind praxisübliche Geräte wie mehr beweisen, dass durch den Unterricht mit zeitgemäßen
z. B. Sensoren und Aktoren. Die Schüler erstellen je nach An- Unterrichtsmitteln unsere Schüler und Schülerinnen optimal
forderung mit freigrogrammierbaren Steuerungen Programme auf die Industrie vorbereitet werden.
und können dann Motoren über Frequenzumrichter und SPS Willi Stoll (Werkstätte EE)
„2 Millionen Motoren und Getriebe, 25.000 LKW und Von der Entwicklung über die Fertigung von Bauteilen in
200.000 PKW werden jährlich österreichweit produziert. verschiedenen Verfahren bis hin zum Zusammenbau und den
Auch die dafür notwendigen Ideen stammen zu einem Groß- fertigen Produkten gab es eindrucksvolle Visualisierungen und
teil aus den gut 600 Unternehmen mit 175.000 Mitarbeitern Schaustücke. Doch ein Zahnrad aus Bio-Kunststoff, „das sehr
der österreichischen Automobil- und Automobilzulieferindu- schwere Belastungen aushält, probiert mal …“, war dann für
strie“, war eine der vielen beeindruckenden Statements der Maschinenbauer-Hände doch zu zart besaitet.
Ausstellung „Moderne Fertigungstechnologie – am Beispiel Sehr eindrucksvoll war der kleine (30 x 30 cm) Prototyper,
Automobil“, die die Universität Leoben im April in der Kunst- der als Projekt eines Studenten die Zahnräder live fertigte,
halle Leoben dargeboten hat. sowie die Rohkarosserie eines PKW, die fast zur Gänze aus
Alu besteht und somit nur ein Drittel des Gewichts herkömm-
licher Fahrzeuge aufweist.
Die Firma Fronius in Wels entwickelte das nötige CMT-
Verfahren, bei dem das Aluminium mit Stahl verbunden wird
([Link] à Schweißtechnik). Und natürlich
ein Highlight war ein Gurtschlitten, mit dem ein Frontalcrash
bei 10 km/h simuliert wurde.
Anschließend fand noch eine Führung in der 1860 im Ge
bäude eines ehemaligen Klosters von Max Kober gegründeten
Brauerei in Göss statt. Der Betrieb gehört zur Brauunion
und steht damit in Besitz des Brauereikonzerns Heineken.
In einem beeindruckenden 3D-Film erfuhren wir alles über
die Herstellung von Bier, wobei die Werbeabsicht schwer zu
übersehen war. Den Spruch unserer Führerin „Das beste Bier
ist Freibier“ durften wir aber nur in Maßen ausprobieren.
Dipl.-Ing. Andreas Weber erklärt Schweißtechnik 4CHMIZ und Wolfgang Pehr, Claudia Weber
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technologe
Versuchsanstalt
Die Schule der Technik
Versuchsanstalt
Versuchsanstalt 2 / 2012
FACHBEREICHE:
Akustik und Bauphysik
Baustoffe und Silikattechnik
Elektrotechnik und Elektronik
Heizung und Lüftung
Kunststoff- und Umwelttechnik HR Prof. Ing.
Maschinenwesen Mathias M. Stani
den je Hersteller insgesamt 15 Pakete mit je 15 Platten mit den wurde die Druckplatte aufgelegt, die gesamte Auflast
[Link] Reports
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technologe
213. Folge Die Schule der Technik
Abbildung 1:
Prüfaufbau für geschlossen zelliges Material, entnommen Abbildung 2:
aus ÖNORM EN 29052-1: 1993, Bild 1b, Seite 4 Mittelwert der dynamische Steifigkeit
und Vertrauensbereich für CI = 99%
Ergebnisse
In der nachstehenden Tabelle 2a sind die Ergebnisse der
Messungen der dynamischen Steifigkeit, in der Tabelle 2b die
dazugehörige Standardabweichung sowie die untere und die
obere Vertrauensgrenze für ein Konfidenzintervall von 95%
dargestellt.
Dynamische Steifigkeit s’
Herstel- Proben-
(MN/m3)
lerwerk anzahl
Mittelwert
1 15 18,9
2 15 34,6
3 15 36,2
4 15 23,7
Tabelle 2a: Ergebnisse der Messungen,
Mittelwert der dynamische Steifigkeit
figkeit.
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technologe
Die Schule der Technik 2 / 2012
Hersteller 2 und 4 geben einen Wert von 50 MN/m3 Weitergehende Informationen sind der Versuchsanstalt
an, dies ist der maximal zulässige Wert gemäß ÖNORM EN nicht bekannt.
13163:2001. Die Untersuchung zeigte, dass dieser Wert Allerdings sind in der Folge die Hersteller 1 und 3 an die
durch die Produkte unterschritten bzw. eingehalten wird. Versuchsanstalt herangetreten. Es wurde die Bitte geäußert,
Allerdings ist der zusätzliche Hinweis „SD ≤ 20 MN/m3“ auf Muster für Kontrollmessungen zu erhalten, dieser Bitte wurde
der Verpackung innerhalb der CE-Markierung des Herstellers entsprochen. Außerdem berichteten die Hersteller von Ände-
2 nicht zulässig, sie steht auch im Widerspruch zum Inhalt rungen im Produktionsprozess und stellten Messergebnisse
der CE-Markierung. an diesen neuen Produkten in Aussicht.
Die CE-Markierung der Hersteller 1 und 3 ist nicht kor- Ergebnisse von Kontrollmessungen
rekt, weil der Wert der angegebenen Produkteigenschaft durch die Hersteller
SD15, entsprechend s’ ≤ 15 MN/m3, durch die ermittelte
Die Hersteller übermittelten Messergebnisse an den zur
dynamische Steifigkeit teilweise weit überschritten wird.
Verfügung gestellten Mustern und übergaben die Muster
Hersteller 1 weist die günstig niedrigsten Werte der dyna-
wieder der Versuchsanstalt. Die Messergebnisse, teilweise
mischen Steifigkeit auf, aber auch er überschreitet den nach
aus den Firmenlabors, teilweise von externen Labors, wiesen
der CE-Kennzeichnung zu erwartenden Wert von 15 MN/
günstigere Werte als die ursprünglichen Messergebnisse auf.
m3 deutlich mit einem Mittelwert von s’ = 18,9 MN/m3 um
Kontrollmessungen in der Versuchsanstalt an den zurück
26%. Da gemäß ÖNORM EN 13163 kein Prüfergebnis den
gesandten identischen Proben zeigten mit der ursprünglichen
Grenzwert überschreiten darf, der höchste Messwert der 15
Messserie nahezu identische Messergebnisse. Allerdings wur-
Messungen lag bei 29,9 MN/m3, ist die CE-Kennzeichnung
den die Proben durch die wiederholten Messungen, Handling
jedenfalls nicht korrekt.
und Transport in Mitleidenschaft gezogen.
Für den Hersteller 3 gelten die vorgenannten Umstände in
Um den Grund für die Abweichung der Messergebnisse
noch stärker ausgeprägter Form.
zu finden, wurden informelle Gespräche mit Messtechnikern
der betroffenen Labors geführt. Dabei war hin und wieder
Reaktion der Hersteller zu hören, dass die Messungen üblicherweise ohne Gipsaus-
Der Auftraggeber der Untersuchung hat die Hersteller mit gleichsschicht und Abschluss der Bodenfuge mit Vaseline
den Ergebnissen der Expertise konfrontiert und Abhilfemaß- durchgeführt werden. Als Grund wurde angegeben, dass die-
ses Procedere zu umständlich und zu aufwändig sei, außer-
nahmen gefordert.
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ebenfalls online rund um die Uhr senden! Folgen Sie dem Button auf
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technologe
213. Folge Die Schule der Technik
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BLAHA INSTINCT
®
[Link]
Mag. Ing. Friedrich Blaha (B68)
Ing. Christine Haas-Blaha (B69)
Terminvorschau:
Technologentreffen
am Donnerstag, 4. Oktober 2012
Achtung!
für die Elektrotechnik- und elektronischen Terminverschiebung!
nachrichtentechnischen Abteilungen
am Freitag, 5. Oktober 2012 Der Zukunftskongress findet
für die Abteilungen Maschinenbau, Wirtschafts
ingenieurwesen und Werkstoffingenieurwesen am 29. November 2012
um 18.00 Uhr, am TGM, am TGM statt.
1200 Wien, Wexstraße 19-23
Zulassungsnummer: GZ02Z031461M
Erscheinungsort: Wien, Verlagspostamt: 1200 Wien
Wenn unzustellbar, zurück an:
P.b.b. Impressum:
Herausgeber, Eigentümer und Verleger:
A-1200 Wien, Wexstraße 19–23 Verband der Technologen.
Ing. Mag. Bernd Mayr, Ing. Norbert Pay.
Alle: A-1200 Wien, Wexstraße 19–23.