Samstagsplausch – {14. März 2026}


Meine erste Urlaubswoche
Ihr wisst, ich bin eine Chaotentante. Wenn Euch der Sinn nach Ruhe und Entspannung steht, dann lest lieber nicht weiter, denn wenn ihr bei mir etwas von Urlaub lest, könnt ihr sicher sein, dass es noch chaotischer zugeht, als an normalen Arbeitstagen.

Chaotischer Wochenrückblick!
Am Montag begann offiziell mein dreiwöchiger Urlaub. Da fuhr ich eine halbe Stunde später als sonst nach Torgau, schließlich traf ich mich gegen 8 Uhr mit dem Entrümler. Da war der erste Urlaubstag schon mal kaputt.
Der Dienstag war dann wirklich frei. Na immerhin.
Am Mittwoch musste ich mir wieder den Wecker stellen, wenn auch nicht ganz so früh wie sonst, weil ich nicht nach Torgau musste, sondern in die Zentrale nach Leipzig. Eiei, ich hatte in dem ganzen Räumungschaos den Abschlussbericht vergessen. Wäre auch gar nicht mehr möglich gewesen ohne die entsprechende Technik. In der Zentrale stand mir diese Technik noch einmal zur Verfügung. Also hatte ich da zu tun. Ich hatte den Eindruck, den beiden Kolleginnen, die im Büro waren, fiele es schwer, mich nach immerhin 17 Jahren für immer gehen zu lassen. So sang- und klanglos, als käme ich nächste Woche schon wieder. Ich habe in dieser Firma schon unzählige Projekte beendet, mich verabschiedet, ohne zu wissen, ob und wie es weitergehen würde. Selten dauerte es länger als ein, zwei Wochen, bis ich wieder im Boot war. Diesmal ist es endgültig. Seltsames Gefühl.
Am Donnerstag sollte nun endlich mein Urlaub beginnen. Ich wollte zu RoHen und freute mich sehr auf ihn und auf die Zeit mit ihm. Leider verzögerte sich meine Abreise, weil ein dienstliches Telefonat bei mir ankam, dass längst hätte zu Kollegin Wirbelwind umgeleitet werden sollen. Letzten Endes war es gut, denn die Kollegin hätte damit gar nichts anzufangen gewusst und auch nur bei mir anrufen müssen. Ich beantwortete Fragen, schrieb Mails und kann nur hoffen, dass das nun endlich in Ordnung kommt.
Als ich endlich bei RoHen ankam, empfing dieser mich mit einer traurigen Nachricht.
Der Freitag stand ganz im Zeichen einer Räumaktion. Da bin ich in Übung. Räumen kann ich inzwischen. Hab die letzten Wochen in der Firma nichts anderes gemacht. Nur dass es diesmal persönlicher war. Ein Zimmer in einem Pflegeheim auszuräumen, ist schon noch etwas anderes, als eine Firma aufzulösen. Ich hätte gern mehr für RoHen getan. Aber letztlich haben wir es geschafft.

Heute
Wir haben endlich mal wieder etwas Schönes vor. RoHens Mutti hat uns zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen.
Vorher verlinke ich noch diesen Eintrag bei Andrea und schaue, was ihr so diese Woche erlebt habt.
Genießt ein wunderfeines Wochenende
eure Mira
 
Gebloggt in dieser Woche
Sonntag: Sonntagsnotizen – 08. März 2026
Montag: Der 11. Montag
Drabble am Dienstag {10.03.2026}
Dienstag: Urlaubsnotizen – 10. März 2026
Mittwoch: Schreibschnuppe Nr. 11/2026
Donnerstag: 12 von 12 im März 2026
Freitag: Freitagsfüller – 13.03.2026

Freitagsfüller – 13.03.2026


Letzte Woche war keine Zeit und am Abend keine Kraft mehr für den Freitagsfüller. Diese Woche war es ähnlich. So möchte ich noch nachholen,
bei Barbara den Lückentext auszufüllen.

1. Heute ist Freitag der Dreizehnte {schon vorbei. Nicht dramatisch, nur sehr arbeitsreich und anstrengend}.

2. Wie schön, hinter dem Haus in der Wiese recken Veilchen ihre blauen Blüten .

3. Schade, dass ich fast keine Zeit mehr zum Bloggen habe.

4. Ich überbacke Toast mit Käse, wenn ich einen schnellen Snack möchte.

5. Attraktiv …Oups dazu fällt mir gerade gar nichts ein.

6. Dazu leider auch nicht, mir ist derzeit nicht zum Lachen… kann ich immer wieder lachen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf mein Bett, morgen habe ich geplant, die Geburtstagsfeier von RoHens Mutti zu besuchen und Sonntag möchte ich nach Hause düsen und dort mit RoHen und dem Sohn schön essen zu gehen!

12 von 12 im März 2026

12_von_12
Am 12. eines Monats hält man seinen Tagesablauf in Fotos fest. Am Abend werden 12 davon in einem Eintrag veröffentlicht.
Caro von Draußen nur Kännchen sammelt diese Einträge. Vielen Dank dafür.
Ein Donnerstag
Ich werde mich auf den Weg nach Jena machen. So wird es schwierig mit 12 Fotos, denn wenn ich allein im Auto bin, macht es sich nicht gut, mit der Kamera zu hantieren. Und wenn ich dort bin, werden sich auch kaum Fotomotive bieten. Schaun wer mal.
6:30 Uhr
Zweiter Urlaubstag. Das mit dem Ausschlafen klappt noch nicht. Also wird erst einmal… …das Bett in eine Couch verwandelt.
…vor dem Fenster ein Stück blauer Himmel eingefangen.
…neben dem Rechner der erste Milchkaffee des Tages bereit gestellt.
Ich darf herumtrödeln, ich hab URLAUB.
Ich wuchte den Koffer aufs Bett, um ihn für die Reise fertig zu packen. Schaut mal, was mich da anlacht. Genau! Das vermisste Knäuel für 12f26. Da kann ich in meinen Räumkisten lange suchen, wenn sich das Teil im Koffer versteckt.
Toast bestrichen mit einer Mischung aus Tomatenmark und Senf, darauf eine Scheibe Kochschinken. Das Ganze 2 Minuten in der Fritzi gegrillt. Dann Mandarinenscheiben und Käse drauf und nochmals 2 Minuten in der Fritzi. Leckeres Frühstück.
Zwischendurch ein dienstliches Telefonat. Ganz offensichtlich funktioniert die Anrufumleitung immer noch, oder immer noch nicht richtig, denn die dienstlichen Anrufe sollten bei Kollegin Wirbelwind landen, statt auf meinem privaten Telefon. Nun muss ich noch zwei dienstliche Mails schreiben. Und dann ist bereits Mittag vorbei, als ich mich endlich auf den Weg machen kann.
Zu allererst muss ich noch tanken.
Wie vorhergesagt gibt es bei meiner Ankunft in Jena keine schönen Fotomotive. Nur der Himmel ist bemerkenswert blau.
Obwohl es ihm gar nicht gut geht, richtet RoHen für mich Kaffee auf der Terrasse.
Nachdem RoHen noch das Auto ausgeräumt hat, stehen meine Mitbringsel im Flur herum. Mehr geht heute nicht.
Außer vielleicht im gemütlichen Sessel…
…noch ein paar wenige Runden stricken.
Zuletzt baue ich doch noch meinen provisorischen Arbeitsplatz auf, um ebendiesen Beitrag zu schreiben.

Heute gab es vieles, das ich hier nicht schreiben kann. Traurige Nachrichten, Gefühle, Hilflosigkeit. Vielleicht später mal. Ja, später sicher. Heute nicht.
Bis zum nächsten 12.
Gute Nacht.

In früheren Jahren
12 von 12 im März 2025
12 von 12 im März 2024
12 von 12 im März 2023
12 von 12 im März 2022
12 von 12 im März 2021
12 von 12 im März 2020
12 von 12 im März 2019
12 von 12 im März 2018
12 von 12 im März 2017

Schreibschnuppe Nr. 11/2026

Martina hat auch heute wieder einen Schreibimpuls veröffentlicht.
Ich fand, ein tatsächliches Erlebnis, das ich längst schon in einer Geschichte verarbeiten wollte, eignete sich gut für diesen Impuls.
Unter dem Vollmond warf die alte Kirche finstere Schatten. Das schmiedeeiserne Kirchhoftor quietsche leise, als sie es gerade weit genug öffnete, um hindurch zu schlüpfen. Ihre Rückkehr zu diesem geheimnisvollen Ort hatte sie sich anders vorgestellt. Nicht mitten in der Nacht. Doch nun war sie hier und schaute sich suchend um. Er hatte sie hergebeten, weil er ihre Hilfe brauchte. Doch wo war er? Hielt er sich hinter den alten Grabsteinen versteckt?
Aus dem Vorraum der Kirche fiel flackerndes Licht durch die Fenster. Zeichnete gespenstische Schatten. Der große alte Schlüssel steckte von außen. Ihre Hände zitterten, als sie ihn umdrehte.

Urlaubsnotizen – 10. März 2026

 
Funktioniert nicht
Der erste echte Urlaubstag und Entspannung funktioniert nicht. Aufgewacht und aufgestanden bin ich 5:40 Uhr. An "normalen" Tagen wäre ich um diese Zeit unterwegs zum Bahnhof. Aber nach Vollzeitbeschäftigung mit langen Anfahrtwegen und zum Schluss sogar Überstunden jetzt plötzlich eine Vollbremsung und gar nichts mehr, das fühlt sich für mich nicht normal an. Ich gehe mir selbst auf die Nerven. Jetzt könnte ich doch endlich die Herrensocken aus dem Februar fertig stricken, aber nach einer Nadel {15 Maschen} bin ich zu unruhig, springe auf. Huschle in die Küche, komme unverrichteter Dinge wieder zurück. Lesen wäre gut, Lesen lenkt ab. Aber nicht heute.
Schreiben wäre noch besser. Doch das Dienstags-Drabble für Jürschn habe ich gestern Abend schon geschrieben.
Ich muss mich neu organisieren. Aber nicht heute. Heute ist Ruhetag.
Wobei… es geistern da so ein paar Ideen durch mein Hirn. Die haben mit Schreiben zu tun. Und mit Malen. Und mit Umgestalten.

Wieder was über Socken
Endlich sind sie fertig, die Herrensocken aus dem Februar. Die Zwischendurchsocken. Paar Nr. 04/26
Der Sohn hat sich gefreut.
Nun kann ich endlich das Märzpaar für Stricken statt Klicken oder 12f26 beginnen. Da gab es zunächst ein kleines Problem. Es wurde die Nummer 10 gezogen und ich hatte das Knäuel hier auch schon gezeigt. Dann habe ich es einige Tage mit mir herum geschleppt und jetzt ist es in dieser ganzen Ausräumerei tatsächlich in die Rapusche gekommen. Ich finde es nicht mehr. So habe ich mir ein anderes Knäuel aus dem Fundus gesucht, das ich stattdessen verstricken kann. Ist ja nun nicht so, dass ich keine Reserven hätte. *hüstel* Da ich das ursprüngliche Knäuel im Stino-Sommermuster verstricken wollte, habe ich nun eines ausgewählt, das ebenfalls zu diesem Muster passt. Ich habe auch schon begonnen.

Drabble am Dienstag {10.03.2026}

Auch heute hat Jürgen wieder ein Bild veröffentlicht, zu dem wir ein Drabble mit exakt 100 Wörten schreiben sollen. Hier ist meine Idee:
Vogeldame Piepsi sperrt vor Staunen den Schnabel auf, als sie auf die Lichtung flattert. Ihrem Liebsten, Herrn Zwitsch, der von der anderen Seite angeflogen kommt, hat es glatt die Sprache verschlagen. Da haben sich auf der Lichtung all ihre Freunde versammelt und ihre Liederbücher mitgebracht. Einige haben sogar Gitarren dabei. Lustige Frühlingslieder klingen in der lauen Luft über dem zarten Grün der Wiese. Und siehe da, selbst Frau Sonne singt fröhlich mit.
Hört nur, da erklingt ein ganz besonderes Lied. Ein Vogel wollte Hochzeit machen schallt es weithin und alle, alle feiern mit. Piepsi und Zwitsch sind ein glückliches Paar.
💯

Der 11. Montag

Mein erster Urlaubstag!
Der Wecker steht auf 5:15 Uhr, weil ich heute einen Zug später fahren kann als sonst. Ich muss nochmal zur Firma, denn 8 Uhr kommt der Entrümler. Viel muss ich nicht mehr tun, aber ich muss da sein. Ihm zumindest den Schlüssel übergeben und fragen, ob er morgen meine Mülltonnen raus stellt. Sonst muss ich morgen nochmal hin. Das wäre ärgerlich, denn es sind jedes Mal 45 km eine Strecke.
Schnell, bevor ich zum Zug muss, starte ich mit Anitas Lückentext in diese neue Woche.

❶ Ein kleines bisschen mehr Einsatz hätte ich mir von den Mitarbeitern in der letzten Woche erhofft. Tja..

❷ Auch heute gibt es noch eine Fahrt zur ehemaligen Arbeitsstelle. Es nimmt kein Ende.

Gestern leuchteten mir Osterglocken entgegen mit ihren gelben Blüten.

❹ Schade, dass ich mich trotz Urlaub nicht entspannen kann.

❺ Ich habe noch heute und vielleicht morgen in Torgau zu tun und am Mittwoch noch in der Leipziger Niederlassung.

❻ Wie praktisch, dass ich so pflichtbewusst bin. Also praktisch für meinen Ex-Chef und die Ex-Kollegen.

❼ Im Kalender steht diese Woche Termin mit Entrümpler, Termin für Mülltonnenabholung, ich habe außerdem ein Treffen in der Verwaltung geplant und dann freue ich mich darauf, vielleicht schon am Mittwoch Abend zu RoHen zu fahren.

So, ihr Lieben, und jetzt geht’s zum Zug.
Habt eine schöne Woche.

Sonntagsnotizen – 08. März 2026

 
5 Uhr morgens
Es ist der erste Sonntag meines neuen Lebens. Ich habe zwar bis Mittwoch noch verschiedene kleine Dinge zu erledigen, aber offiziell habe ich schon Urlaub. Und was mache ich? Wache 4:50 Uhr fast pünktlich wie bisher auf. Tapse ins Bad, später in die Küche.
Ist der Kaffee alle?
Der Sohn: Ach ja, stimmt ja. Wir schauen uns an und sagen gleichzeitig: In der Küchenkiste im Auto.
Ich werfe mir eine Jacke über, schlüpfe in meine Latschen und gehe los. Dann bin ich endgültig wach.
Es hat etwas Feierliches, an diesem Sonntag kurz nach fünf draußen zu sein und nichts anderes zu tun zu haben, als den Kaffee hereinzuholen. Langsam, ganz langsam kommt das Gefühl ich muss nicht mehr bei mir an.

Sonntags Top 7
1_Gelesen
Es gibt einen neuen Krimi von Krinke Rehberg. Austerngrab {Affiliate-Link}. Ganz ausgelesen habe ich ihn noch nicht, weil in dieser Woche so viel anderes geschehen ist, dass zum lesen kaum Gelegenheit blieb. Ich mag die Ermittlerin Bente Brodersen, ich mag die Beschreibungen der Insel Sylt, der Nordsee. Nicht nur die Kriminalfälle spielen eine Rolle, sondern das gesamte Drumherum. Das Lokalkolorit, die Figuren.
2_Gehört/Gesehen
Gehört habe ich im Auto meine Playlist auf und ab. Titel von Wenzel, Gundermann, Element of Crime, KEIMZEIT, Il Civetto und Erik Manouz, den ich bisher nicht kannte.
3_Erlebnis
Die Räumaktionen in der Firma zu beenden, war das wichtigste Erlebnis in dieser Woche. Das Beeindruckendste war, die drei Wesen, die Tischen und Stühle abholen wollten, am Samstag bei der Arbeit zu erleben. Es gibt eben doch Leute, die zupacken können und wollen. Den Glauben daran hatte ich schon fast verloren, nachdem ich erleben musste, wie fauluneffektiv meine Teilnehmer waren.
4_Genuss
RoHen hat für uns gekocht. Das ist schon deshalb ein Genuss, weil ich geschafft von der Arbeit komme und das Essen schon fertig ist. Das tut so gut.
5_Drinnen/Draußen
Von dem wunderbaren Frühlingswetter habe ich die Woche über nichts mitbekommen, weil ich ständig in der Firma war. Zum Ausgleich saß ich dann am Sonntag mit RoHen auf dem Balkon. Das tat ebenfalls unglaublich gut. Ab morgen kann ich dann mehr draußen sein.
6_Web-Fundstück/e
Wie immer, nichts.
7_Hobbys
Die Hobbies kamen eindeutig zu kurz, diese Woche. Erst heute schaffte ich es, das oben erwähnte Buch auszulesen und ein paar Runden zu stricken.

Sonst so?
Die Rosen habe ich von RoHen zum Frauentag bekommen.
Am Nachmittag musste sich RoHen wieder auf dem Heimweg machen. Danach fühlte ich mich nicht mehr gut. Nein, ich trauere nicht dem Job nach und der Stadt Torgau auch nicht. Aber dass ich nicht mehr arbeite, nie mehr. Und keine Aufgabe mehr habe, das bin ich nicht gewohnt. Das fühlt sich noch komisch an.
Der Sohn meinte, er könnte genau nachfühlen, wie es mir geht. Nicht mehr gebraucht zu werden, ist schon seltsam.
Ich werde mich daran gewöhnen und ich werde mir bestimmt irgend eine Aufgabe suchen. Ich kenne mich doch. Zuerst ist meine Aufgabe, mal meinen Urlaub genießen. Das muss mir gelingen.

Samstagsplausch – {07. März 2026}

KI-Bild
Was für eine Woche!
Am Montag begann offiziell meine letzte Arbeitswoche. Es war noch so viel zu tun, dass es gut für 2 Wochen gereicht hätte. Zunächst waren noch Termine zu koordinieren, die noch immer nicht genau feststanden. Andere Termine standen fest, setzten mich aber unter Druck.
Kleines Beispiel: Ich konnte die Abrechnungsunterlagen erst am Freitag erstellen, weil ich nicht wissen konnte, ob der eine oder andere im Laufe der Woche nochmal ausfällt. Dazu müsste ich Verschiedenes ausdrucken, unterschreiben und wieder scannen. Nun wurde aber im Laufe der Woche schon der Drucker abgebaut und abgeholt, der mit meinem Rechner verbunden war. Also nix mehr mit fix was ausdrucken. Im Lagerraum gab es eine Ausweichmöglichkeit, war aber sehr umständlich. UND der Drucker funktionierte zwar, aber die Scanfunktion war nicht installiert.
Dazu kam, dass eine einzige Mitarbeiterin kontinuierlich am Räumen, Aussortieren und Verteilen war. Alle anderen bekamen es fertig, im größten Chaos zu hocken und sich gemütlich die Zeit zu vertreiben, statt dem Chaos zu Leibe zu rücken. Den Männern musste ich jeden Handgriff ansagen und selbst dann bekamen sie es nicht auf die Reihe.
Am Dienstag feierten wir unsere kleine Abschiedsparty mit Würstchen, Nudel- und Kartoffelsalat. Ein Teilnehmer hatte sogar noch Kuchen gebacken. Der Büroarbeit konnte ich mich erst am Nachmittag widmen, als die Leute im Feierabend waren. Wir hatten für diese Woche nur einschichtigen Betrieb beschlossen.
Am Mittwoch wurde der Drucker abgeholt, wodurch die Büroarbeit umständlicher wurde. Ich arbeitete bis 18:00 Uhr, statt 15:30 heim zu fahren.
Der Donnerstag war der Chaostag schechthin. Zwischendurch kam der Chef. Er brachte mir eine feine Orchide mit und sagte, er sei mir sehr dankbar, dass ich die ganzen Jahre immer in jede Lücke gesprungen sei, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert hätte. {Naja, kann ich mir auch nix für kaufen.} Das hat er noch nie gemacht, wenn ich ein Projekt abgeschlossen hatte. Die Botschaft war eindeutig. Aber nun, das wusste ich längst.
Feierabend gab es erst 18:30. Für zu Hause hatte ich Fingerfood mitgebracht, dass ich in der Fritzi backte. Später musste ich noch einige Dokumente scannen, weil es auf Arbeit nicht mehr möglich war.
Am Freitag kam der Sohn mit zur Arbeit. Die Mädels behaupteten, sie hätten die Küche leer geräumt. Tatsächlich stand noch so viel herum, dass der Sohn die endgültige Räumung übernahm, als die Leute weg waren. Der Techniker kam, um das restliches System abzubauen. Danach blieben mir dann auch nur noch Räumarbeiten im Büro. Der Sohn nahm sich die Wwerkstatt vor, die noch aussah, wie das Innere eines Müllcontainers.
Feierabend war 19:30 Uhr. Als wir eine Stunde später daheim ankamen, durftete es gut nach Essen. RoHen hatte für uns gekocht. Das tat so gut.

Heute
Der Wecker stand auf 6:30 Uhr, wach war ich schon zwei Stunden früher. Ich begann mit diesem Plauscheintrag, musste dann aber noch Kleinigkeiten erledigen und dann war es Zeit aufzubrechen. Der Sohn fuhr mit dem Rad zum Garten, ich nach Scheibenkratzen mit dem Auto. MonChi hatte inzwischen das Tor geöffnet {gestern Abend hatten wir ihn nicht mehr erreicht.} So konnte ich mit dem Auto bis zum Garten fahren, wo der Sohn die Entladung übernahm. Während er die Sachen verräumte, fuhr ich zurück und holte RoHen ab. Gemeinsam sammelten wir den Sohn wieder am Garten ein. Auf nach Torgau. Die Leute, die die Tische abholten, bereinigten auch den Rest in der Werkstatt. Ich hätte gern die Männer meiner Maßnahme da gehabt, nur damit sie mal sehen, wie man arbeiten könnte und wie ich das von ihnen erwartet hatte, wobei sie 2 Wochen Zeit hatten für das, was diese drei Mann {zwei Männer, eine Frau} in drei Stunden geschafft hatten. Na gut, das ist vorbei. Ich rege mich nicht mehr auf. Aber es ist schon so, wie der Techniker gestern meinte: Kein Wunder, dass diese Leute keine Arbeit finden! Der Sohn und RoHen arbeiteten derweil noch im Keller. Dann zogen wir ab, die anderen hatten noch zu tun.
Wir verteilten Zeug in der Garage und im Garten, wo wir den Sohn zurück ließen. Dann besuchten wir noch den Kaufmannsladen. Ich hatte Kopfschmerzen und zog mich nach einem schnellen Mittagessen {Rest von gestern} erst einmal zurück.
Jetzt schaue ich bei Andrea vorbei und verlinke meinen Eintrag dort.
Und dann ist endlich Wochende. Genießt es, ihr Lieben.
 
Gebloggt in dieser Woche
Montag: Der 10. Montag
Check Out – Februar – Check In – März 2026
Dienstag: Drabble am Dienstag {03.03.2026}
Mittwoch: Schreibschnuppe Nr. 10/2026
Notizen im März – 04. März 2026
Donnerstag: WmdedgT im März 2026

WmdedgT im März 2026

Donnerstag, 05. März 2026
Auch heute gibt es wieder WmdedgT.
01:25 Uhr
Ich war nur kurz im Bad, konnte danach aber nicht wieder einschlafen. Also beginne ich diesen Tag, von dem ich fürchte, dass er genauso wirbelig wird wie gestern. Zum Glück haben sich wenigstens die Rückenschmerzen wieder gelegt, die mir gestern das Arbeiten zusätzlich erschwerten.

 
Etwas Stress
Weil sich für heute der Chef angekündigt hatte, brauche ich etwas länger zum Frisieren. Nicht, dass es besonders gut gelänge. Mit meinen Haaren ist nicht wirklich viel anzufangen.
Am Parkplatz fällt mir wieder ein, dass für die Nacht -1° angesagt war. Tatsächlich waren es -3. Also kratze ich etwas Eis von der Scheibe. Der Rest kann schmelzen, während ich eine kleine Runde drehe und statt auf dem Weg zur Arbeit wieder vor der Haustür lande. Ich habe nämlich gesehen, dass ich die kleine Tasche mit dem Krimskrams, den ich scannen wollte, doch auf der Rückbank vergessen hatte, nicht im Büro. Also, nochmal in die Wohnung flitzen, Rechner wieder hochfahren, Drucker einschalten, Krimskrams scannen, Dateien an mich selbst senden. Und wieder los. Zumindest sind die Scheiben abgetaut und es ist beinahe hell.
Im Muldetal liegt dicker Nebel. Es hat etwas Mystisches, wie die Autos vor mir eines nach dem anderen in einer hellgrauen Wand verschwinden, während der Himmel über uns zartrosa leuchtet.
Ich nehme mir keine Zeit für Milchkaffee, sondern schwinge mich sofort an den Rechner, um die gesendeten Dateien zu empfangen und an das andere System weiterzuleiten. {Notiz an mich: Verzeichnis Bestellungen kontrollieren}
Der Kollege, der, wie jeden Tag, 12 km mit dem Fahrrad herangeradelt ist, hilft mir, 4 große Beutel mit Ordnern ins Auto zu verfrachten. Was man so alles zu beräumen hat. Dann doch Kaffee mit den Leuten. Einzelne Instruktionen und die Ansage: Ich muss noch was fertigstellen, bevor der Chef kommt. Da drückt mir der Kollege mehrere Zettel in die Hand: Olga und mein. Kannst du abmelden? Es geht um die Deutschlandtickets, die die beiden ab April nicht mehr brauchen, weil das Projekt endet. Schnell an den Rechner, zwei Kündigungen schreiben, drucken, unterschreiben lassen, Kopien für deren Unterlagen. Für ihn verpacke ich alles in einen Umschlag, den Olga an sich nimmt, um sich um den Rest zu kümmern.
Dann endlich Büro. Der Kram für den Chef ist schnell gerichtet. Die Kasse gezählt. Da bekomme ich noch etwas Geld. Die Beurteilungen schaffe ich nicht mehr, weil plötzlich ein Fremder im Raum steht. Die Aktentonne. Ach ja, da war doch noch etwas. Wenigstens ein Termin, der wie zugesagt funktioniert. Dann ist es zehn Uhr.

Angenehm überrascht
Ein Kollege ist gerade dabei, die unzähligen Schlüssel zu testen. Alle werden wir nicht zuordnen können. Dann steht der Chef im Raum.
Ich bitte den Kollegen hinaus und schließe die Bürotür. Und dann packt der Chef einen Blumentopf aus und bedankt sich bei mir, dafür, dass ich immer in all den Jahren in jede Lücke gesprungen bin, die aufriss und dass ich jede Herausforderung gemeistert habe, egal, wohin er mich geschickt hat.
Hat er es also doch bemerkt.
Ich berichtete noch von den letzten Plänen zur Räumung und übergab ihm die Unterlagen, die er mit in die Zentrale nehmen sollte. Einiges soll ich mit der Post schicken.
Ich sortiere die Häufchen auf meinem Schreibtisch neu. Der Chef geht. Es ist elf Uhr.

Büroarbeit zieht sich hin
Die Arbeitstische im Gemeinschaftsraum sind leer, bis auf meinen. Das mache ich nachher. Erst berichte ich den Leuten, was der Chef gesagt hat, denn das interessiert sie brennend. Eine Kollegin bemerkt trocken: Die Orchidee ist sehr schön. Eine Festanstellung für ein Jahr wäre noch schöner gewesen. Nunja.
Ich schicke die Leute in den Feierabend und rufe Kollegin Wirbelwind zurück, die am Vormittag versucht hatte, mich zu erreichen. Wir kommen vom Hundersten ins Tausendste, bis sie erschrocken feststellt, dass wir schon fast eine Stunde telefonieren. Oh weh, ich habe doch noch die Beurteilungen zu schreiben. Siedend heiß fällt mir die Restmülltonne wieder ein. Da muss ich auch noch eine Mail verfassen. Gut, dann eben erstmal das. Ich bekomme eine automatische Antwort, die mir erklärt, man habe viel zu tun und werde sich demnächst um mein Anliegen kümmern. Das nutzt mir nullkomma gar nichts, denn ich werde ab morgen weder telefonisch noch per Mail errreichbar sein. Ich habe zwar meine privaten Daten mitgeteilt und auch erklärt, dass sie mich bitte direkt kontaktieren mögen, da außer mir niemand die Tonne bereitstellen kann. Aber ob und wann sie meine Nachricht lesen und bearbeiten, weiß ich nun nicht.
Die Monatsabrechnung geht diesmal schnell. Ist ja nur eine Woche. Ich prüfe alles mehrmals. Fehler kann ich später nicht mehr korrigieren, weil ich ab morgen 10 Uhr keinen Zugriff mehr auf die Systeme haben werde. Auf keines von beiden.
Dann endlich kann ich mich den Beurteilungen widmen. Im Ausweichsystem lassen sich die vorgegebenen Formulare nicht bearbeiten, also arbeite ich wieder mit dem Hauptrechner und sende die Dateien weiter, damit ich sie drucken kann. Das dauert… Wieso brauche ich so lange für 14 Beurteilungen? Mache ich mir zu viel Arbeit?
Ich sortiere nochmals die Häufchen auf meinem Schreibtisch. Packe alles ein, was zu scannen ist {wegen: geht nur zu Hause} und rufe den Sohn an, den ich frage, ob er sich etwas Bestimmtes zu Essen wünscht. Was einfaches sagt er.
18:30 Uhr mache ich mich auf den Heimweg.

Feierabend
Unterwegs halte ich beim N-Markt. Der ist wie leergefegt. Ein paar einzelne Brötchen, ein paar einsame Joghurts. Im Tiefkühlabteil ist ein ganzes Regal komplett leer.
Es ist stockdunkel als ich aus dem Markt komme. Über mir und der Landstraße glitzert der Orion.
Ich parke vor dem Haus auf dem Nichtparkplatz. Dort steht jede Nacht jemand. Heute bin ich das.
Es gibt Fingerfood aus der Fritzi. Der Sohn freut sich.
Kurz nach neun ist die Schwester mit ihrem Auftritt im Theater fertig und unterwegs zum Bus. Ich frage, wann sie daheim sein wird, aber sie weiß noch nicht, wann ein Zug fährt. Na, da kann ich weiterhelfen. Ich suche ihr die Verbindung heraus. Sie ruft an und wir schwatzen, bis sie im Zug sitzt.
Dann schlafe ich ein.
Kurz vor Mitternacht wache ich wieder auf und schreibe diesen Eintrag.
Puh, der 5. März 2026 ist geschafft.

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