Paris ist in einer nahen Zukunft in drei streng voneinander getrennte Zonen aufgeteilt, die auch die verschiedenen sozialen Klassen klar voneinander trennen. Über allem wacht ALMA, eine hochentwickelte künstliche Intelligenz, die das Polizeisystem kontrolliert und keinen Ausweg zulässt. Als der Schöpfer dieser Technologie ermordet wird, führen die Spuren zwei ungleiche Ermittler zusammen: Salia, eine Eliteagentin aus Zone 2, und Zem, ein ernüchterter Polizist aus Zone 3. Gemeinsam versuchen sie, den Hintergründen des Verbrechens auf den Grund zu gehen.
Der Wandernde Schatten war ein fester Begriff in dieser Welt. Die Zwerge nannten es in ihren Runenfragmenten Nhar’Vael, was in alter Borza-Sprache etwa bedeutete: „Das, was zwischen den Dingen geht.“
Immer wieder stellte man sich die Frage, ob Nhar’Vael ein Tier, ein Wesen oder vielleicht ein Geist; ein Phänomen mit Bewusstsein sein könnte. Das Volk hielt es für einen furchbaren Dämon und hinterfragte es auch nicht wirklich. Der Dämonenglaube wurde durch Weitererzäheln in den letzten paar hundert Jahren tief im Glauben verankert.
Die ältesten Aufzeichnungen aus Salwern sprachen von einem „gebrochenen Himmel“ über den Nebeln Luthiens. Einige Gelehrte vermuteten: Luthien war einst kein Nebelland. Möglicherweise wurde dort etwas geöffnet oder gebannt. Einige der Gelehrten waren der Meinung, dass etwas Größeres vom Himmel gefallen sein musste. In einem Abschnitt der Aufzeichnungen stand: „Der Nebel selbst scheint nicht natürlich zu sein. Er ist Träger, Mantel – vielleicht sogar Körper.“ Das war Öl im Feuer der Legenden und Geschichten.
In den Aufzeichnungen gab es auch einige Zeugenberichte von den Überlebenden der Kelts – Expedition. Sie berichteten von Ausläufern oder „Armen“ aus Dunst. Sie hatten immer das Gefühl, beobachtet zu werden, obwohl man nie etwas sah. Dazu kamen fehlenden Erinnerungen an Minuten oder Stunden. Die Tiere waren oft aggressiv und orientierten sich an Geräuschen und weniger auf Sicht. Einige glauben, die „Gesichtslosen“ waren keine eigenständige Spezies, sondern vom Nebel Veränderte. Das ließ den Gelehrten die Theorie aufstellen, dass Nhar’Vael nicht direkt Leben nahm, sondern die Wahrnehmung. Die Gesichtslosen waren jene, die zu lange gesehen hatten oder denen das Sehen genommen wurde.
Manche alten Expeditionstagebücher endeten mit denselben drei Worten: „Es sind weniger.“ Niemand wusste, wer oder was damit gemeint war.
Nachdem ich im Februar das Cover hierzu gezeigt hatte, ist die Kurzgeschichte inzwischen fertig geworden.
Klappentext:
Der Körper lässt sich rekonstruieren. Erinnerungen lassen sich kopieren. Doch Identität folgt keiner technischen Logik. Als Martin Keller erfährt, dass er nur eine von vielen Versionen seiner selbst sein könnte, beginnt ein Experiment, das gefährlicher ist als jeder Tod: Selbsterkenntnis.