Ausland

Inmitten wachsender Spannungen im Jemen planen Separatisten ein Volksreferendum zur „Selbstbestimmung des Südens“. Die Abstimmung soll auf eine zweijährige Übergangsphase folgen, sagte der Vorsitzende des Südlichen Übergangsrat (STC), Aidarus al-Subaidi, heute in einer Fernsehansprache. Das Referendum solle den Bewohnerinnen und Bewohner des Südens das Recht geben, über ihre politische Zukunft zu entscheiden. Die geplante Abstimmung solle friedlich, transparent und unter Beobachtung internationaler Experten erfolgen.

Die STC-Separatisten streben bereits seit Längerem eine Abspaltung südlicher und östlicher Gebiete vom Norden des Landes an.

Tote bei Luftangriffen

Nur wenige Stunden vor der STC-Ankündigung kam es zu Kämpfen zwischen mit der Regierung und Saudi-Arabien verbündeten Kräften und Truppen des STC. Der STC beschuldigte die von Saudi-Arabien angeführte Koalition auch, Luftangriffe auf ihre Stellungen geflogen zu haben. Dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein.

Austeigender Rauch nach Luftangriffen im Jemen
APA/AFP/AFPTV

Der Jemen ist seit mehr als einem Jahrzehnt faktisch gespalten: Der Norden des Landes wird von der vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Miliz kontrolliert, über den Süden des Landes herrscht ein fragmentiertes Regierungsbündnis. Sowohl der von den Emiraten unterstützte STC als auch von Saudi-Arabien unterstützte Islamisten sind formal Teil der international anerkannten Regierung, stehen jedoch seit Jahren in Rivalität zueinander.

Das israelische Militär hat heute nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Die Armee habe in mehreren Gebieten im Süden des Nachbarlandes auf Einrichtungen der Hisbollah gezielt, teilte das Militär mit.

Aufsteigender Rauch nach Raketenangriff im Süden Libanons
APA/AFP/Rabih Daher

Dabei sei auch ein Gelände getroffen worden, das eine Eliteeinheit der vom Iran unterstützten Miliz zum Training nutze. Ein weiteres Ziel sei ein Gebäude gewesen, das der Hisbollah als Waffenlager gedient habe.

Medien melden Dutzende Angriffe

Lokale Medien meldeten Dutzende Angriffe, Berichte über Opfer gibt es derzeit nicht. Augenzeugen berichteten zudem, über der Hauptstadt Beirut Kampfflugzeuge gesehen zu haben. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden Kampfflugzeuge auch im Osten des Landes gesichtet.

Israel will Entwaffnung

Nach mehr als einem Jahr gegenseitiger Angriffe infolge des Massakers der Terrororganisation Hamas und anderer militanter Palästinenserorganisationen in Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg hatten sich Israel und die Hisbollah auf eine Waffenruhe geeinigt, die seit November 2024 gilt. In den vergangenen Wochen nahmen die Spannungen zwischen Israel, der Hisbollah und der libanesischen Regierung jedoch wieder deutlich zu.

Israel will die Entwaffnung der Hisbollah erreichen. Die libanesische Regierung hatte zugesagt, das zu unterstützen und die erste wichtige Phase der Entwaffnung bis zum Ende des vergangenen Jahres zu vollziehen. Bisher wurde der Abschluss der ersten Phase jedoch nicht verkündet.

Israel wirft der Hisbollah vor, sich neu aufzustellen und aufzurüsten und begründet damit auch die nahezu täglichen Angriffe auf Ziele im Nachbarland. Nach UNO-Angaben wurden dabei seit Inkrafttreten der Waffenruhe auch mehr als 100 Zivilisten und Zivilistinnen getötet.

Ukraine-Krieg

In seinem Angriffskrieg in der Ukraine hat Russland laut einer Datenauswertung im vergangenen Jahr so große Geländegewinne erzielt wie zuletzt im ersten Kriegsjahr 2022. Die russische Armee eroberte im vergangenen Jahr mehr als 5.600 Quadratkilometer Land, das heißt 0,94 Prozent des ukrainischen Territoriums, wie die heute veröffentlichte Analyse der vom US-Institute for the Study of War (ISW) bereitgestellten Daten zeigt.

Das bedeutet größere Geländegewinne als in den beiden Vorjahren zusammengenommen, aber deutlich weniger als die mehr als 60.000 Quadratkilometer, die Russland im ersten Kriegsjahr eingenommen hatte.

Ihren größten Vorstoß im Jahr 2025 konnte die russische Armee mit 701 Quadratkilometern im November verbuchen. Im Dezember brachte sie 244 Quadratkilometer in ihre Gewalt – der kleinste Geländegewinn seit März.

Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung von mehreren tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk angeordnet.

Zerstörtes Wohnhaus nach Drohnenangriff in der Region Saporischschja, Ukraine
APA/AFO/Darya Nazarova

Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3.000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba heute auf Telegram. Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt.

Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezember-Tagen Evakuierungen in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, so Kuleba.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Geheimdienstchef Kyrylo Budanow die Leitung des Präsidialamts übertragen.

Budanow wird damit Nachfolger von Andrij Jermak, der nach Hausdurchsuchungen der Korruptionsbehörden Ende November zurückgetreten war. Selenskyj berichtete in den sozialen Netzwerken von einer Sitzung mit Budanow, in der er diesem den Posten angeboten habe.

Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn sagte Journalisten, das formelle Verfahren für Budanows Ernennung sei eingeleitet worden.

der neue Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Budanow
APA/AFP/Ukrainian Presidential Press Service

Für gewagte Militäreinsätze verantwortlich

Budanow ist seit 2020 Chef des Militärgeheimdienstes. Der Generalmajor ist verantwortlich unter anderem für Sprengstoffanschläge auf die Brücke zu der von Moskau annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und für Attentate auf Generäle in Moskau.

„Es ist für mich eine Ehre und eine Verantwortung, mich in dieser für die Ukraine historischen Zeit auf die entscheidenden Fragen der strategischen Sicherheit unseres Staates zu konzentrieren“, teilte Budanow nach seiner Ernennung mit.

Budanow: „Für gerechten Frieden arbeiten“

„Wir müssen weitermachen – den Feind bekämpfen, die Ukraine verteidigen und für einen gerechten Frieden arbeiten. Lasst uns gemeinsam weiter für eine freie und sichere Zukunft der Ukraine kämpfen! Wir werden durchhalten!“, so Budanow.

Selenskyj teilte mit, die Ukraine müsse sich stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte und den diplomatischen Weg der Verhandlungen konzentrieren. Das Präsidialamt werde sich vorrangig diesen Aufgaben widmen. Budanow sei besonders erfahren in diesen Bereichen und könne Ergebnisse erzielen, schrieb Selenskyj.

Zugleich will Selenskyj den Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oleh Iwaschtschenko, zum neuen Leiter des Militärgeheimdienstes ernennen.

Jermak zurückgetreten

Die Ukraine, die sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, wird seit Wochen von einem Schmiergeldskandal erschüttert, der bis in die Staatsführung reicht. Auch Jermak war in diesem Zusammenhang in Erklärungsnot geraten.

Ende November trat er nach Hausdurchsuchungen zurück. Jermak ist ein langjähriger Vertrauter von Selenskyj und war eine zentrale Figur bei den Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des Krieges. Er hatte das ukrainische Verhandlungsteam angeführt.

In der Ukraine sind bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj heute in sozialen Netzwerken. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen.

Schäden nach Raketeneinschlag in einem Wohngebiet in Charkiw
APA/AFP/Sergey Bobok

Laut Angaben der Regionalbehörden seien mindestens 19 Menschen verletzt worden. Der Beschuss habe Wohngebäude getroffen, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen. Selenskyj nannte den Angriff „abscheulich“.

Toter in Cherson

In der südukrainischen Stadt Cherson wurde unterdessen ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss tödlich verletzt, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter.

Das Energieministerium der Ukraine teilte am Vormittag mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe. In zahlreichen Regionen des Landes gibt es infolge der Schäden durch russische Angriffe nur stundenweise Strom.

Besatzer: Zehntausende in Luhansk ohne Strom

In der größtenteils russisch besetzten Region Luhansk seien mehr als 85.000 Energiekunden nach ukrainischen Angriffen ohne Strom, schrieb die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Besatzungsbehörden. Betroffen seien vier Städte und angrenzende Siedlungen.

Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig prüfen. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.

Als Teil ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion greift die Ukraine auch immer wieder Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden in Russland stehen aber in keinem Verhältnis zu den vom russischen Militär angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.

Inland

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) will im Zuge der aktuellen „Reformpartnerschaft“ mit Ländern und Gemeinden einheitliche Mindeststandards für Kindergärten per Bundesgesetz verankern.

Derzeit legen die Länder Rahmenbedingungen wie Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und Qualifikation des Personals fest. In der Praxis gelten in jedem Bundesland andere Regelungen. Versuche, bundesweit einheitliche Mindeststandards einzuführen, scheiterten bisher.

Bisher „möglichst“ einheitlich

Begründet wurde der Widerstand von Teilen der Länder mit Zweifeln an der Machbarkeit. Durch kleinere Gruppen wären etwa auf einen Schlag zahllose neue Einrichtungen nötig – keine einfache Aufgabe angesichts des aktuellen Personalmangels.

In der aktuellen 15a-Vereinbarung, über die der Bund unter gewissen Bedingungen Förderungen u. a. für den Kindergartenausbau vergibt, bekannten sich die Länder bisher nur zu „möglichst einheitlichen Standards“ bei der Qualifikation des Personals und der Nutzung einheitlicher pädagogischer Grundlagendokumente.

Die Steuerungsgruppe der „Reformpartnerschaft“ mit Spitzenvertretern von Bund, Ländern und Gemeinden unternimmt nun einen neuen Anlauf: Als Ziel wurde ein „bundeseinheitlicher Korridor für Mindeststandards“ etwa beim Berufsbild und der Betreuungsqualität ausgegeben. Diese Mindeststandards sollen laut Wiederkehr auch übererfüllt werden können, wenn einzelne Länder mehr investieren wollen.

Zentrale Steuerung auch bei Schulen

Wichtig sei ihm ein „bundesgesetzlicher Rahmen“, so Wiederkehr gegenüber der APA. Das wäre nicht nur wichtig für mehr Qualität in den Kindergärten, sondern auch für das dringend gesuchte Personal. Vom Bund werden derzeit nur die Elementarpädagoginnen und -pädagogen ausgebildet, die in der Regel für die Gruppenführung in Kindergarten oder Krippe verantwortlich sind.

Für das Assistenzpersonal geben die Länder die Regeln vor, mit dem Effekt, dass eine Kindergartenassistentin mit einer Ausbildung in der Steiermark wegen der unterschiedlichen Standards nicht einmal im benachbarten Kärnten arbeiten könne, kritisierte Wiederkehr. „Es braucht hier einheitliche Berufsgruppen, Mindestanforderungen für die Ausbildungen und auch Qualitätsstandards für die Pädagogik.“

Unterstützung von Grünen, FPÖ gesprächsbereit

Unterstützung für bundesweit einheitliche Qualitäts- und Mindeststandards kommt von den Grünen. Nötig seien aber auch ausreichende Betreuungsangebote und Öffnungszeiten, so Familiensprecherin Barbara Neßler in einer Aussendung.

Nicht ganz einig ist man sich über Wiederkehrs Vorhaben bei den Freiheitlichen: Die für Elementarpädagogik zuständige Salzburger Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek zeigte sich gesprächsbereit – allerdings müssten budgetäre Situationen berücksichtigt und lokale Realitäten in den Einrichtungen mitbedacht werden.

Kinder „keine Verschubmasse“

Auf eine zentrale Steuerung beharrt Wiederkehr auch weiter bei den Schulen. Den Vorstoß von Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP), die Zuständigkeit für Bildung komplett zu den Ländern und jene für Gesundheit im Gegenzug zum Bund zu verschieben, lehnt er dezidiert ab.

Kinder seien „keine Verschubmasse“ und ein kleines Land wie Österreich brauche eine starke zentrale Steuerung und „Verantwortlichkeit auf lokaler Ebene der Gemeinden“, nicht ein eigenes Bildungssystem mit unterschiedlicher Schulstruktur und unterschiedlichen Lehrinhalten in jedem Bundesland.

In einer heute veröffentlichten Jahresbilanz spart das Bundesheer nicht mit Lob für sich selbst. „Richtung und Geschwindigkeit zur Erreichung des Aufbauplanes 2032+ stimmen“, wird Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) heute in einer Aussendung zitiert.

Ein positives Signal seien die steigenden Nachwuchszahlen des Kaders und der Zivilbediensteten. So starteten über 1.200 Personen die Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier. Freiwillige Austritte wurden weniger.

Auch im Bereich der zivilen Aufnahmen konnte das zur Verfügung stehende Kontingent an Planstellen mit 700 Personen ausgeschöpft werden. „Die Herausforderung in den kommenden Jahren wird sein, die Abläufe zwischen Beschaffung und Infrastruktur so zu koordinieren, dass die Einführung der Systeme in die Truppe klaglos funktioniert“, so Tanner weiter.

Millionenschwere Investitionen

Beschaffungen waren ein zentraler Punkt im vergangenen Jahr: Neben zwölf Leonardo-M-346-Kampfflugzeugen im Auftragsvolumen von 1,5 Milliarden Euro und 315 unbemannten militärischen Luftfahrzeugen waren die Einleitung der Erweiterung der Fahrzeugflotte, der Gefechtsanzug, das Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar sowie eine Drohnenabwehrbatterie weitere Großvorhaben.

Zudem flossen 426 Millionen Euro in Infrastrukturinvestitionen, Instandhaltungen, Wartungen, Reinigungen, Energiebezüge und Mieten. Dabei wurden rund 700 Projekte sowie mehrere Kleinbauvorhaben realisiert. Etwa die Hälfte der Projekte stehen in einem direkten Zusammenhang mit der „Mission Vorwärts“ und dem „Aufbauplan ÖBH2032+“.

Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien verlängert

Im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Einsatzes/Migration wurden von Jänner bis November 2025 durchschnittlich 505 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt, die in Summe 168.770 Personentage leisteten. Erneut bis Ende März 2026 verlängert wurde die Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien.

Aktuell befinden sich knapp 600 Soldatinnen und Soldaten in 17 Missionen im Auslandseinsatz, davon 25 Frauen. Die stärksten Kontingente befinden sich im Kosovo (157), in Bosnien und Herzegowina (194) sowie im Libanon (164). Zusätzlich wurden etwa 500 Soldatinnen und Soldaten für den Einsatz im Rahmen der EU-Battle-Group 2025 sowie seit Herbst 2025 etwa 200 Personen als Verstärkungskräfte für einen Einsatz auf dem Balkan bereitgehalten.

Eine Besonderheit war die Entsendung eines Kontingents des ABC-Abwehrzentrums in die Slowakei zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche mit durchschnittlich 85 Personen.

FPÖ mit Forderungen

Weniger positiv beurteilte die FPÖ die Jahresbilanz des Bundesheers. Die Aussage, dass Richtung und Geschwindigkeit zur Erreichung des Aufbauplans 2032+ stimmen würden, sei „fernab der Realität“, so Wehrsprecher Volker Reifenberger in einer Aussendung. „Ohne eine Verlängerung des Grundwehrdienstes und verpflichtende Truppenübungen für die Wehrpflichtigen der Miliz sowie eine deutliche Erhöhung des Mobilmachungsrahmens gehen alle Bemühungen an Ziel und Auftrag vorbei.“

Wirtschaft

Die Tesla-Auslieferungen sind im vergangenen Quartal nach dem Ende der Subventionen für Elektroautos in den USA deutlich gefallen. Der Elektroautopionier brachte weltweit 418.227 Fahrzeuge zu den Kunden und Kundinnen, das waren 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

E-Autos der Marke Tesla
Reuters/Benoit Tessier

Damit verbuchte Tesla im gesamten Jahr 2025 den zweiten Rückgang der Auslieferungen in Folge. Diese sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Mio. Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.

Steuervergünstigung ausgelaufen

Eine Rolle beim Rückgang im Schlussquartal dürfte gespielt haben, dass US-Präsident Donald Trump die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar (6.383 Euro) beim Kauf von Elektroautos Ende September auslaufen ließ.

Im dritten Quartal schnellten die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent auf 497.099 hoch, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Jetzt kam – wie auch bei anderen Herstellern – der Rückschlag.

In Norwegen sind im vergangenen Jahr fast nur noch reine Elektroautos ⁠neu zugelassen worden. Der Anteil an batteriebetriebenen Autos stieg 2025 auf 95,9 Prozent von 88,9 Prozent im Vorjahr, wie Daten des norwegischen Straßenverbands OFV heute zeigten. Im Dezember lag der Anteil sogar bei fast 98 Prozent.

E-Auto beim Laden auf einer Tankstelle in Norwegen
Reuters/Leonhard Foeger (Archivbild)

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr mit 179.549 Neuwagen 40 Prozent mehr zugelassen als 2024. Käufer schlugen zuletzt vermehrt bei E-Autos zu, da die Regierung im Oktober für Jänner 2026 Steuererhöhungen angekündigt hatte. E-Autos für unter 300.000 norwegische Kronen (rund 27.000 Euro) bleiben auch 2026 von der Mehrwertsteuer befreit.

„Reihe von Autos umgeleitet“

Auch die Hersteller lieferten vermehrt E-Autos nach Norwegen, um die Nachfrage zu decken. „Wir haben sehr schnell eine Reihe von Autos, die ursprünglich nicht für Norwegen bestimmt waren, umgeleitet, um sie schneller hierher zu bekommen“, sagte der Geschäftsführer von Ford Norwegen, Per Gunnar Berg, der Nachrichtenagentur ⁠Reuters.

Der schnelle Umstieg des Ölförderlandes Norwegen auf batteriebetriebene Fahrzeuge steht im Gegensatz zum Rest Europas, wo die Nachfrage schwächelt. Der Wandel wird durch ein System aus Anreizen und ⁠Belastungen vorangetrieben. Christina Bu, Leiterin des norwegischen E-Auto-Verbands, erklärte, es gehe nicht nur um Steuererleichterungen, sondern auch um die „Peitsche“. Verbrenner würden durch hohe Abgaben aus dem Geschäft gedrängt.

Chronik

Ein schweres Erdbeben hat heute den Süden von Mexiko erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,5 lag 15 Kilometer südwestlich der Ortschaft San Marcos im Bundesstaat Guerrero in einer Tiefe von zehn Kilometern, so die mexikanische Erdbebenwarte. Größere Schäden wurden nicht gemeldet. Das Beben war in mehreren südlichen Bundesstaaten und Mexiko-Stadt zu spüren.

In der mexikanischen Hauptstadt kam ein Mann bei der Evakuierung eines Gebäudes ums Leben. Der 67-Jährige stürzte eine Stiege hinunter, als er während des Alarms das Haus verlassen wollte, berichtete die Zeitung „Milenio“. In der Hafenstadt Acapulco nahe dem Zentrum des Bebens wurden leichte Schäden an Fassaden, Stromausfälle und austretendes Gas gemeldet.

Mexiko liegt am Pazifischen Feuerring, an dem mehrere Erdplatten aufeinandertreffen. Im September 2017 kamen bei einem Beben der Stärke 7,1 fast 370 Menschen ums Leben, die meisten davon in Mexiko-Stadt. Im Jahr 1985 hatte es bei einem Beben der Stärke 8,1 Tausende Tote gegeben.

Leute

Die Tochter des bekannten US-Schauspielers Tommy Lee Jones ist tot in einem Hotel in San Francisco aufgefunden worden. Die Leiche der 34-jährigen Victoria Jones wurde laut dem Promiportal TMZ, das sich auf Quellen der Strafverfolgungsbehörden beruft, in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages entdeckt.

Ein Sprecher der Feuerwehr von San Francisco bestätigte die Nachricht und teilte den Medien mit, dass Rettungssanitäter um 2.52 Uhr zum betroffenen Hotel gerufen worden seien.

Hollywood-Schauspieler und Regisseur Tommy Lee Jones mit seiner Tochter Victoria Jones
IMAGO/Anadolu Agency/David Mareuil

Ermittlungen zur Todesursache laufen

„Unsere Einsatzkräfte waren an Ort und Stelle, führten eine Untersuchung durch und stellten den Tod einer Person fest“, sagte ein Sprecher und fügte hinzu, dass anschließend die örtliche Polizei und das Büro des Gerichtsmediziners die Ermittlungen übernommen hätten.

Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Das britische Boulevardblatt „Daily Mail“ berichtete, dass ein anderer Gast das Personal alarmierte, nachdem er Jones bewusstlos in einem Gang gefunden hatte.

Jones ist das zweite Kind von Tommy Lee Jones und seiner zweiten Ehefrau Kimberlea Cloughley. Als Kind spielte sie an der Seite ihres Vaters in Filmen wie „Men in Black II“ und „Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ und hatte auch einen Auftritt in der US-amerikanischen TV-Serie „One Tree Hill“.

IT

Elon Musks Satellitennetzwerk Starlink will seine Satelliten in eine niedrigere Umlaufbahn verlegen. Damit soll die Sicherheit im Weltraum erhöht werden, teilte der für die Starlink-Technik zuständige SpaceX-Vizepräsident Michael Nicolls gestern (Ortszeit) mit. Alle Satelliten, die derzeit in einer Höhe von rund 550 Kilometern kreisten, sollten im Laufe des Jahres 2026 auf 480 Kilometer abgesenkt werden.

Starlink-Satellitenkette am Nachthimmel
IMAGO/NurPhoto/Jakub Porzycki

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX, das lange für sein Raketengeschäft bekannt war, ist durch Starlink zum weltgrößten Satellitenbetreiber geworden. Das Netzwerk mit fast 10.000 Satelliten versorgt Konsumenten und Konsumentinnen, Regierungen und Unternehmenskunden mit Breitbandinternet aus dem All.

Kultur

Die südkoreanische Erfolgsband BTS hat ihr erstes Album seit fast vier Jahren angekündigt. Dieses soll am 20. März erscheinen, wie das Label von BTS bereits gestern bekanntgab. Nach Erscheinen des Albums will die siebenköpfige Band auf Welttournee gehen.

Mitglieder der südkoreanischen Erfolgsband BTS während eines Auftritts
Reuters/Yoan Valat (Archivbild)

Das bisher letzte Album der Gruppe, „Proof“, stammt aus dem Jahr 2022. Seither war die K-Pop-Band zu einer längeren Pause gezwungen, weil die Mitglieder ihren Militärdienst ableisten mussten. In Südkorea müssen alle tauglichen Männer einen verpflichtenden Wehrdienst von 18 bis 21 Monaten absolvieren.

BTS gehört zu den erfolgreichsten Gruppen in der südkoreanischen Popmusik, die auch unter dem Sammelbegriff K-Pop bekannt ist. Mit Hits wie „Dynamite“ und „Permission to Dance“ hatte die Boygroup die Charts gestürmt. Ihre Debütsingle „No More Dream“ veröffentlichte BTS im Juni 2013.