
Diese permanenten und völlig überzogenen Streiks, samt Forderungen haben für mich das Maß überschritten. Statt zu deeskalieren, wird die Stimmung immer weiter aufgeheizt, ohne Rücksicht auf die Folgen …
Und genau deshalb bin ich nach 20-jähriger Mitgliedschaft im Juli 2025 aus der ver.di ausgetreten.
Nicht einfach so, sondern in einem ähnlichen Kündigungsschreiben – auf das jedoch Null Antwort kam. /-: So viel dazu, wie sehr man langjährige Mitglieder schätzt, bzw. versucht, sie zu halten …
Das, was sie fordern, hat mit sinnvoller Interessenvertretung für mich nichts mehr zu tun und ist nur noch enttäuschend. Was hier unter dem Deckmantel von Interessenvertretung läuft, wirkt eher wie eine Dauerperformance aus Realitätsverweigerung und maximaler Selbstbestätigung. Forderungen jenseits von Umsetzbarkeit, Timing-Gefühl auf Vorschulniveau und eine Streikfrequenz, die eher an ein Hobby, als an ein letztes Mittel erinnert.
Statt konstruktiver Lösungen gibt es Endlosschleifen aus Eskalation, bei denen vor allem eins sicher ist: Leidtragende sind immer die Falschen. Pendler, Familien, kurzfristige Verbote von geschäftsoffenen Sonntagen sogar bei privaten Einzelhändlern, Menschen mit Jobs, die sich nicht einfach per Pressemitteilung pausieren lassen (können).
Verantwortung fühlt sich für mich? Anders an!
Kommunikation? Katastrophe.
Wirkung auf die Öffentlichkeit? Verheerend.
Glaubwürdigkeit? Zweifelhaft.
Wer ernsthaft glaubt, so langfristig Rückhalt zu gewinnen, sollte dringend ein Praktikum in der Realität absolvieren. Denn was folgt denn, wenn die Forderungen durchkommen?
Finanziell überforderte Arbeitgeber und daraus resultierende Erhöhung der Lebenshaltungskosten! Gewinn demnach? NULL!
Fazit: Viel Lärm, viel Stillstand, übermäßig viel Chaos für Unbeteiligte und keinerlei Einsicht.
Diese Gewerkschaft sollte sich m. M. n. erst einmal komplett neu aufstellen und bis dahin weniger Bühne und mehr Verstand zeigen.
Denn: Höhere Löhne sind ja gleichwohl mehr Beitrag für die ver.di.
Da die Beiträge der Mitglieder an den Lohn gekoppelt sind steigt bei höherem Lohn nämlich auch der Mitgliedsbeitrag.
Somit verdient die Gewerkschaft auch an jeder Lohnerhöhung …
Streikrecht ist zwar wichtig. Verdi übertreibt es aber (für mein Empfinden) über die Maßen!
Und? Wie seht ihr das?
© Mindsplint
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